Thomas Karsten
Heat

240 Seiten
300 Abbildungen
Format 18,5x24,5 cm,
170g schweres Kunstdruckpapier,
farbe + schwarz/weiss (CMYK + Lack)
Hardcover + amerikanischer Umschlag
Fotobuch mit einem Interview von Claudia Gehrke
Texte: Deutsch, Englisch und Spanisch
Preis: 39,90 Euro
ISBN: 978-3-88769-378-7
Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 2009

direkt hier bestellen: info@thomaskarsten.com

 

Bianca schrieb Thomas Karsten vor einem Jahr folgende E-Mail …

Hallo:

Ich heiße Bianca. Ich bin 21 Jahre alt.
Zur Zeit wohne ich in Berlin (und studiere Deutsch). Im Juli gehe ich zurück nach Palma de Mallorca (Spanien), wo ich lebe. Ihre Arbeiten sind fantastisch und es würde mir viel Vergnügen bereiten, mit Ihnen zu arbeiten.
Es wäre für mich kein Problem zu reisen.
Ich hoffe, Sie antworten mir!
Gratulation zu Ihren fotografischen Arbeiten!

Bianca

Hieraus entstand in den nächsten Monaten eine intensive Zusammenarbeit. Herausgekommen sind wilde, fröhliche Fotos, draußen und drinnen, auf Mallorca, in Berlin und anderswo, auf der Straße, im Bett, allein und mit anderen Frauen.
Die Bilder vibrieren vor Vergnügen, erzeugen Hitze, keine „coole“ Schönheit begegnet uns in dem Buch, sondern heiße selbstverständliche Lust.

 

"Warum ich nackt vor einer Kamera sein wollte? Ich bin nicht sicher, ob ich es wirklich erklären kann. Ich hatte noch nie Probleme damit, nackt zu sein, auch nicht vor den Augen anderer. Ich bewundere menschliche Körper in all ihren Facetten. Und wenn ich gute Aktfotos von anderen Menschen und auch die von mir jetzt anschaue, sehe ich mehr als die Körper. Ich spüre Vertrauen, Spannung, Wonne, Lust und die Freiheit, zu sein wie man ist, ohne Scham, das mit der Welt zu teilen. Und Thomas ist einer der besten Fotografen, ich wollte unbedingt mit ihm arbeiten, habe ihn kontaktiert und wollte von ihm nackt fotografiert werden. Ich möchte auch noch von ihm fotografiert werden, wenn ich 50 bin. Es gibt ja unterschiedliche Vorstellungen von Schönheit. Jeder Körper erzählt seine Geschichte. Doch natürlich ist man umgeben von gängigen Schönheitsvorstellungen. Ich schaue auf andere Dinge als auf diese Schönheit, glaube ich.
Zum Beispiel auf die Bewegung … Die Form einer Bewegung."

 

Interview mit Bianca:

von Claudia Gehrke

Unbenannte Seite

 

Was fühlst du, wenn du fotografiert wirst?

Hängt von unterschiedlichen Dingen ab, der Umgebung, meiner Laune, von Thomas Laune, haha ... Ich frage mich aber nicht dauernd, wie ich fühle. Es ist mir lieber, gar nicht zu denken, also mich nicht zu fragen, was ich fühle, sondern mich einfach zu bewegen wie ich möchte. Dann fühle ich mich ruhig, ja glücklich.

Du bist in einem katholischen Land aufgewachsen. Hattest du je Probleme mit deiner offenen Einstellung zur Nacktheit?

Ich wuchs in einer spanisch-deutschen Familie auf. Klar habe ich manchmal Probleme damit zu erklären, warum ich Aktfotos von mir machen lasse. Thomas formulierte das so „es scheint, dass Nacktsein immer nur damit gleichgesetzt wird, sexuell provozieren zu wollen.”  Die Gesellschaft macht Nacktsein also nicht nur zu einem frechen Tabu, sondern zu etwas, was man kritisierten muss. Doch die spanische Mentalität hat sich in den letzten Jahren ziemlich gewandelt, man ist viel offener, auch wenn die katholische Kirche noch immer den Glauben der meisten Leute beherrscht. Ich selbst bin keine religiöse Person, doch interessiere ich mich für spirituelles Wachstum.

Hast du früher schon Aktfotos von dir machen lassen?

Nein, niemals.

Wie bist du auf die Idee gekommen, Aktfotos machen zu lassen? Wie auf Thomas?

Warum ich nackt vor einer Kamera sein wollte? Ich bin nicht sicher, ob ich es wirklich erklären kann. Ich hatte noch nie Probleme damit, nackt zu sein, auch nicht vor den Augen anderer. Ich bin gerne nackt. Ich bewundere menschliche Körper in all ihren Facetten. Und wenn ich gute Aktfotos von anderen Menschen und auch die von mir jetzt anschaue, sehe ich mehr als die Körper. Ich spüre Vertrauen, Spannung, Wonne, Lust und die Freiheit, zu sein wie man ist, ohne Scham, das mit der Welt zu teilen.

Thomas ist einer der besten Fotografen, den ich kenne, ich wollte unbedingt  mit ihm arbeiten. Ich habe seine Bilder entdeckt und ihn angeschrieben. Er gibt einem alle Freiheit, man lernt, sich zu akzeptieren, wie man ist, wenn er fotografiert. Ich genoss es, vor seiner Kamera von Tag zu Tag spontaner werden zu können.

Wie war es, als du die ersten Bilder mit Thomas gemacht hast?

Es war einfach, wie ein Model zu posen. Weniger einfach war es, so zu sein wie Bianca, wie ich wirklich sein wollte in diesen Momenten.

So sagte mir Thomas am Anfang – ich hatte ja vorher nie Aktfotos machen lassen – „Ich suche nach mehr, Bianca, aber ich weiß nicht was es ist“

Ich erzählte ihm, dass ich unsicher sei, mich vor der Kamera frei zu bewegen. Doch auch diese Unsicherheit ist ein Ausdruck, der es wert ist, gezeigt zu werden. Es ist nicht so einfach, Gefühle auszudrücken, so, als wäre man allein. Denn wahr ist: Man ist nicht allein in dieser Situation. Doch im Lauf der Zeit ruhte ich immer mehr in mir selbst, ich konnte unsere gemeinsame Arbeit immer entspannter genießen. Ich kann mir gut vorstellen, auch noch von Thomas fotografiert werden, wenn ich 50 bin.

 

Wie es dann aberwirklich sein wird, wenn du älter bist, das weißt du jetzt natürlich noch nicht?

Klar, das ist meine jetzige Einstellung. Es geht nicht um körperliche Schönheit, sondern um eine Haltung, eine Einstellung.

 

Bist du verliebt?

Vollkommen.

 

Wie alt bist du jetzt?

Seit einer Woche bin ich 22.

 

Wie lang geht die Liebesgeschichte schon?

Ein halbes Jahr. Ich wusste, dass er hier war, dass die Liebe hier auf mich wartet. Und ich wollte diese Sprache gerne besser lernen.

 

 

Er hat keine Probleme damit, dass du von Thomas Fotos machen lässt?

Er hatte schon Probleme mit der Situation und ab und an kommt das hoch. Wir versuchen, an unseren Bedenken und Unsicherheiten zu arbeiten. Er ist geduldig und respektiert mich. Wir schauen die Bilder zusammen an, sprechen darüber, welche er mag, welche ich mag. Am ersten Tag mochte er nur ein paar Bilder, am zweiten Tag ein paar mehr und so weiter.

 

Magst du andere Bilder als er?

Ja.

Ich finde es spannend, weitere Menschen zu fragen. Eine dritte Meinung. Er mag ganz andere Bilder als ich. Das finde ich gut. Ich sage oft mal – auch bei Thomas – „nein, nein, nein“, und er wartet ab. Sagt vielleicht, „Bianca, warum, guck doch mal.“

 

Das Problem kennst du vielleicht auch, ein Problem, was Frauen kennen, die auf der Schwelle zum Altwerden stehen. Dieses

“ mittlere Alter“ ist schon eine Zeit mit ein bisschen Wehmut. Oft sieht man den eigenen Körper nicht für sich, sondern im Vergleich zu einem jungen Idealbild. Die richtig Alten sind davon dann wieder freier, so wie vielleicht auch du ziemlich frei bist von den Außen-Bildern der Schönheit.

Was ist also der Grund, wenn dir ein Bild von dir nicht gefällt?

Manchmal sind es Kleinigkeiten.

Es gibt ja unterschiedliche Vorstellungen von Schönheit. Jeder Körper erzählt seine Geschichte. Doch natürlich ist man umgeben von gängigen Schönheitsvorstellungen.

Ich schaue auf andere Dinge als auf diese Schönheit, glaube ich. Zum Beispiel auf die Bewegung ... Die Form einer Bewegung.        

Das, was mir da nicht gefällt oder auch das, was mir besonders gefällt, bezieht sich auf die Fotografie, also nicht darauf, wie ich bin.

 

Wie fühlst du dich sonst, wenn du deinen Körper anschaust, gefällt dir manchmal was nicht?

Ja klar, ich habe auch mal Komplexe. Wenn man will, kann man immer etwas finden, wenn man sich mit anderen Menschen vergleicht. Aber diese Komplexe haben mit dem Denken zu tun und mit gesellschaftlichen Vorurteilen. Wenn ich das ausblende, mag ich mich und bin auch stolz auf mich. Und ich bin gesund, was ist wichtiger als das?

 

Wie schaust du deine Bilder an, wie eine Fremde, oder schaust du ganz neutral, empfindest du sie als aufregend oder auch erregend, sind sie autoerotisch?

Für mich ist es neutral. Ich habe versucht, in mein Inneres zu schauen und zu sehen, wie ist es. Es ist nicht in diesem direkten Sinne erregend. Es sind keine im direkten Sinn erotische Gefühle.

Aber wenn ich an den Moment denke, den ich heute, eben mit Tanja erlebt habe ...

Heute gab es extreme Momente, es war ganz intensiv, schön. Ich habe die Bilder von eben natürlich noch nicht gesehen. Aber vielleicht empfinde ich diese Bilder, zusammen mit dieser Erinnerung, als erregend. Ja.

Tanja hatte zunächst Angst, weil sie ja älter ist. Aber auch sie war sehr erregt. Es war eine schöne selten intime Stimmung, also nicht harter Sex oder so ...

 

Und wie geht es dir, Thomas, wenn es zu solchen intimen Momenten kommt, was ja sicher nicht so oft passiert?

Nein, wirklich nicht allzu oft. Ich bin konzentriert auf die Bilder, traute mich auch kaum reinzusprechen. Es gab eine Lichtfrage in diesem Raum. Wir

haben mit Tageslicht fotografiert, und wenn

sie zu weit vom Licht weg waren, habe ich das ein paar wenige Male gesagt. Und dann waren wir eigentlich fertig, aber plötzlich hatten sie beide Lust, doch noch mal in den anderen Raum zu gehen. Und dort wurde es so besonders schön, so intensiv zwischen ihnen.

Biancas Buch ist anders als meine beiden anderen Bücher über eine Frau. Bianca und ich haben keine Beziehung. Mit den beiden anderen aus „She“ und „Days of intimacy“ hatte ich eine Beziehung, die eine lang, die andere kurz. Doch Bianca kam einfach, um von mir Bilder machen zu lassen. Voller Freude.

Heute waren wir, also Tanja und ich, sofort locker. Das hätte ich mir niemals vorher so vorstellen, können, in einem ersten Shooting so locker zu sein, mich so gut zu fühlen. So natürlich aus mir herauszugehen. Ich war nicht aufgeregt, ich war ganz mit ihr, wie soll ich es ausdrücken? Wie sie schaut, wie sie ist, das alles hat mich sofort gelöst. Ich habe meine Unsicherheiten vergessen.

Auch gestern mit Jana war es gut. Aber wir waren beide scheu. Wir sind bis zu einem bestimmten Punkt gegangen, aber es gab eine Grenze in der Nähe. Diese Grenze gab es heute nicht. Dass es so schön sein kann, hätte ich mir wirklich nicht vorgestellt, ich bin noch ganz drin.

 

Das spüre ich auch. Diese Hitze auf euch, eine schöne gelöste Hitze, der Raum vibriert richtig vor Intensität ...

Eine andere Frage. Was ist erotisch für dich?

Für mich ist Sinnlichkeit erotisch, Liebe und Gefühle sind erotisch, es ist erotisch, im Innern der anderen Person zu sein. Nicht nur innerhalb der Kleidung, sondern innerhalb der intimeren Gefühle und Empfindungen.

Wenn ich erotisch fantasiere, stelle ich mir unterschiedliche Situationen, Posen, auch unterschiedliche Kleidung vor, das regt auf, ja, aber ich möchte die Menschen, von denen ich träume, wertschätzen, mich ihnen annähern, sie nicht wie ein Stück Fleisch betrachten. Ich möchte sie ganz, nicht nur ein bisschen.

Ich mag es, etwas Angenehmes zu hören.

Wie man riecht, wie man spricht, Bewegungen, das alles ist wichtig für mich, Töne. Ineinandergehen. Das erregt mich. Details, Momente. Da werde ich heiß, wenn ich Worte und diese Stimme höre, zum Bespiel beim Sex.

 

Kannst du dich erinnern an erste erotische Empfindungen? Ich meine jetzt nicht das erste Mal Sex, sondern erotische Gefühle?

Als ich angefangen habe, mich anzufassen, ging es nur um das körperliche Gefühl, ganz pur, ganz „natural“, um die „pleasure“. Fantasien spielten dabei noch keine Rolle. Ich habe mich gut gefühlt, die Fantasien sind erst später gekommen.

Ich träume oft von Frauen. Und heute habe ich einen Traum erlebt.

Wir haben eben ganz tolle Bilder gemacht, glaube ich. Wir haben schon viele schöne Bilder gemacht. Und es gibt immer wieder viele neue Möglichkeiten. Manchmal möchte ich verrückte Sachen machen, sehen, wie das aussieht, lachen. Mit Jana gestern war es auch sehr schön. Doch heute war etwas Besonderes. Heute war ein Höhepunkt!

Ich kenne auch noch eine dritte Frau, die gerne mit dir fotografieren möchte.

Für mich wäre das zuviel. Es war so schön. Ich freue mich auf das Buch. Ich bin gespannt auf das, was entsteht.

 

 

Bianca wrote Thomas Karsten the following e-mail a year ago …

 

Hello:

My name is Bianca. I’m 21 years old.

At the moment I am living in Berlin (studying german). In July I go again to Palma de Mallorca (Spain) were I live. Your work is fantastic and it will be a pleasure to work with you.

I am available to travel. I hope to receive news about you.

Congratulations for your photographic works!

Bianca

 

From this developed an intensive team-work in the next months.

Wild, cheerful pictures developed, outside and inside, on Majorca, in Berlin and elsewhere, on the street, in bed, alone and with other women.

The pictures vibrate of pleasure, produce heat, we don’t come across “cool” beauty in this book, but hot natural desire.

Why I wanted to be naked in front of a camera? I am not sure if I can actually
explain it. I have never had the problem of being naked, also not in front of

others. I like being naked. I admire human bodies in all their facets. And when I look at good nude photos of other people and also those of myself I see more than the bodies. I feel confidence, tension, delight, desire and freedom, to be

the way you are, without having shame to share this with the world.

Thomas is one of the best photographers. I absolutely wanted to work with him, contacted him, I wanted nude photos taken of me.  I  still want being photographed by Thomas when I’m 50. There are different perceptions of beauty. Each body tells its story. However we are surrounded by current perceptions of beauty. I think I focus on other things than this beauty. For example, on motion …

The form of motion.

 

 

 

Hace un año Bianca envió el siguiente email a Thomas Karsten

 

Hola:

Me llamo Bianca. Tengo 21 años de edad.

Actualmente vivo en Berlín (y estudio alemán).

En julio regresaré a Palma de Mallorca (España) donde vivo normalmente. Sus trabajos son fantásticos y me alegraría mucho poder trabajar con Usted. Para mi no es problema viajar. Espero que me responda.

¡Felicitaciones por su trabajo fotográfico!

Bianca

 

A partir de esto surgió en los siguientes meses una cooperación intensiva.

El resultado son fotos alegres y espontáneas, tanto exteriores como interiores, en Mallorca, Berlín y en otras ciudades, en la calle, en la cama, sola o con otras mujeres.

Las fotos vibran de diversión, generan calor. En el libro no nos topamos con una beldad calculante sino con el pacer caliente y evidente.

 

 

 

 

 

¿Por qué quería estar desnuda ante una cámara? No estoy segura si lo puedo explicar correctamente. Jamás tuve problemas con la desnudez, tampoco ante los ojos de otros. Me gusta estar desnuda. Admiro los cuerpos humanos en todas sus facetas. Además, cuando veo buenas fotos al desnudo de otras personas, así como también las mías propias, veo más que solo cuerpos. Siento la confianza, la tensión, el deleite, el deseo, y la libertad de ser tal como una es, sin vergüenza de compartirlo con todo el mundo.

Thomas es uno de los mejores fotógrafos. Quería trabajar con él a toda costa. Le escribí.

Aun a la edad de 50 podría dejarme fotografiar por Thomas.

Hay diferentes opiniones de lo que es belleza. Cada cuerpo cuenta su historia. Naturalmente una está rodeada de las típicas nociones de belleza.

Creo que yo observo otras cosas y no tanto esta belleza. Así, por ejemplo, el movimiento, la forma del movimiento. 

 

 

 

 

 

How do you feel when you are being
photographed?

Depends on different things, the surroundings, my mood, Thomas’ mood, haha … Though I don’t constantly ask myself how I feel. I prefer not to think, not to ask myself what I think, but to be in motion the way I want. Then I feel calm, I feel happy.

 

You grew up in a Catholic country. Have you ever had problems with your open attitude to nudeness?

I grew up in a Spanish-German family. Of course I sometimes have problems explaining why I have nude photos taken of me. Thomas expressed it like this “it seems that being naked is always equalized with wanting to sexually provoke.” The society makes being naked not only into an impudent taboo, but to something that has to be criticized. However, the Spanish mentality has changed quite a bit in the last few years, they are much more unreserved even though the Catholic Church still controls the beliefs of most of the people. I am not a religious person, however I am interested in spiritual development.

 

Have you ever had nude photos taken of you before?

No, never.

 

How did you get the idea of having nude photos taken of yourself? How did you get to know Thomas?

Why I wanted to be naked in front of a camera?

I am not sure if I can actually explain it. I have

never had the problem of being naked, also not

in front of others. I like being naked. I admire

human bodies in all their facets. And when I look at good nude photos of other people and also those of myself I see more than the bodies. I feel confidence, tension, delight, desire and freedom, to be the way you are, without having shame to share this with the world.

Thomas is one of the best photographers I know. I absolutely wanted to work with him.

I discovered his pictures and contacted him. He gives you so much freedom. You learn to accept yourself the way you are when he takes pictures of you. I enjoyed being able to be more and more spontaneous from day to day in front of his camera.

 

How was it when you made the first pictures with Thomas?

It was easy to pose like a model. It was less easy to be like Bianca, how I really wanted to be in those moments.

Therefore Thomas said to me at the beginning –

I have never before had nude photos taken of me – “I’m looking for more, Bianca, but I don’t know what it is.”

I told him that I’m insecure moving freely in front

of the camera. However this insecurity is an expression that is worth being shown. It’s not easy to express emotions as if you were alone. Because the truth is: You are not alone in this situation. However after a while I became more confident. I was able to enjoy our work more and more and became more relaxed. I can imagine very well still being photographed by Thomas when I’m 50.

 

But of course you don’t know yet how it really will be when you’re older?

Of course, that is my current attitude. It’s not all about physical beauty, but about a mindset, an attitude.

 

Are you in love?

Totally.

 

How old are you now?

I’ve been 22 for a week now.

 

How long has the love story been going on now?

Half a year. I knew he was here, that love is waiting for me here. And I wanted to learn this language a bit more.

 

 

He doesn’t have a problem with you letting

Thomas take pictures of you?

He does have problems with the situation and sometimes this comes up. We are trying to work on our concerns and our insecurity. He is patient and respects me. We look at the pictures together, talk about them, which ones he likes, which ones

I like. On the first day he just liked a few pictures, on the second day a few more and so on.

 

Do you like other pictures than he does?

Yes.

I think it’s exciting to ask other people. A third opinion. He likes completely different pictures than I do. I think that’s good. I often say – also to Thomas – “no, no, no”, and he just waits and sees. Perhaps says, “Bianca, why, just look.”

 

Perhaps you know of the problem, too, a problem women get when they are on the brink of becoming old. This “middle age” is a time period with a bit of melancholy. Often you don’t see your own body as it is, but compared to a young ideal. The really old are freer of that the way perhaps you too are relatively free of the pictures of beauty.

So why do you sometimes not like a particular picture of you?

Sometimes it’s just small things.

There are different perceptions of beauty. Each body tells its story. However we are surrounded by current perceptions of beauty. I think I focus

on other things than this beauty. For example, on motion … The form of motion.

What I don’t like about it or what I especially like, alludes to the photograph, thus not to the way I am.

 

How do you feel otherwise when you look at your body, do you sometimes not like something about it?

Yes of course, I also sometimes have complexes. If you want to you can always find something if you compare yourself to other people. But these complexes have to do with your thinking and with social prejudices. If I suppress that I like myself and I am also proud of myself. And I am healthy, what’s more important that that?

 

How do you look at your pictures, like a stranger, or do you look at them in a neutral way, do you think they are exciting, or also thrilling, are they auto-erotic?

It’s neutral for me. I tried to look inside of me and to see, how is it. It is not in a direct sense thrilling. These are not in a direct sense erotic feelings. But if I think of the moment I experienced today with Tanja … There were extreme moments today, it was totally intensive, beautiful. Of course I haven’t seen the pictures yet that had just been taken. But perhaps I will think these pictures, in connection with this memory, are thrilling. Yes.

At first Tanja was a bit scared because she is

older. But she was also very aroused. It was a nice

and rarely intimate atmosphere, not hard sex or something like that …

 

And how do you feel, Thomas, when it comes to such intimate moments, which surely doesn’t happen often?

No, really not that often. I am concentrated on the pictures, and hardly dared to interfere. There was a question of lighting in the room. We took pictures by natural light, and if they were too far away from the light I said so a couple of times. And then we were actually done, but suddenly they both felt like going to the other room to continue. And there it was especially nice between them, so intensive between them.

Bianca’s book is different from my other two

books about a woman. Bianca and I are not in a relationship. I was in a relationship with the other two from “She” and “Days of intimacy”, one of them was long, the other one short. However, Bianca just came to me to have pictures taken of her. Full of joy.

Today Tanja and I were relaxed right away. I would have never before been able to imagine that I can be this relaxed in a first shooting, to feel so good. To be able to act so naturally. I wasn’t excited, I was completely with her. How should I express this? The way she looks, the way she is, all this

immediately made me relax. I forgot my insecurity.

Yesterday with Jana it was good, too. But we were both shy. We went to a certain point, but there was a limit and we were close to it. This limit did not exist today. I really wouldn’t have thought that it can feel so good, I’m still totally with it.

 

I feel that, too. This heat on you, a nice, relaxed heat, the room is incredibly intense …

A different question. What is erotic for you?

Sensuality is erotic for me, love and emotions are erotic, it is erotic to be inside the other person. Not only inside the clothes, but inside the more intimate emotions and sentiments.

When I have erotic visions, I imagine different

situations, poses, also different clothing, that is exciting, yes, but I want to appreciate the people I dream of, come closer to them, not regard them as a piece of meat. I want them whole, not just a bit.

I like to hear something pleasant. How one smells, how one talks, motions, all that is important to me, sounds. To move into each other. That arouses me. Details, moments. I get hot when I hear words and this voice, for example while having sex.

 

Can you remember your first erotic sentiments? I don’t mean the first time you had sex, but erotic emotions?

When I started touching myself, this was only for a physical felling, totally pure, totally natural, for pleasure. Then fantasies didn’t play a role yet. I felt good, the fantasies came later.

I often dream of women. And today I experienced a dream.

I think we just made great pictures. We already made many beautiful pictures. And there are many new possibilities again and again. Sometimes I want to do crazy things, see what it looks like, laugh. Yesterday it was really nice with Jana, too. But today was something special. Today was a highlight!

I know a third woman who would like to have pictures taken with you, too.

That would be too much for me. It was such a good experience. I’m looking forward to seeing the book. I’m curious about what will develop.

 

       

 

 

¿Qué sientes cuanto te fotografían?

Eso depende de diversas cosas como el

ambiente, mi antojo, anteojo, jeje… Eso sí, siempre me pregunto lo que siento. Prefiero no pensar, es decir, no preguntarme lo que siento sino tan sólo moverme tal como se me antoje. En ese momento me siento relajada y contenta.

 

Creciste en un país católico. ¿Has tenido alguna vez problemas por tu apertura hacia el desnudo?

Crecí en una familia española-alemana. Claro que a veces tengo problemas para explicar por qué hago fotos al desnudo. Thomas lo formuló de la siguiente manera: “parece que la desnudez sólo es interpretada como un intento de provocación sexual.” La sociedad convierte a la desnudez no sólo en un atrevido tabú sino en algo que debe

ser criticado. Pero la mentalidad española ha

cambiado mucho en los últimos años. La gente

es más abierta a pesar de que la fé católica todavía predomina en la mayoría de la gente. Yo no soy una persona religiosa pero me interesa el crecimiento espiritual.

 

 

¿Ya has hecho fotos al desnudo antes?

No, hasta ahora no.

 

¿Cómo se te ocurrió hacer fotos al desnudo? ¿Cómo conociste a Thomas?

¿Por qué quería estar desnuda ante una

cámara? No estoy segura si lo puedo explicar correctamente. Jamás tuve problemas con la desnudez, tampoco ante los ojos de otros. Me gusta estar desnuda. Admiro los cuerpos humanos en todas sus facetas. Además, cuando veo buenas fotos al desnudo de otras personas, así como también las mías propias, veo más que solo cuerpos. Siento la confianza, la tensión, el deleite, el deseo, y la libertad de ser tal como una es, sin vergüenza de compartirlo con todo el mundo.

Thomas es uno de los mejores fotógrafos que conozco. Quería trabajar con él a toda costa. Encontré sus cuadros y le escribí. Te da todas las libertades. Cuando él realiza las tomas puedes aprender a aceptarte, tal como eres. Me gustó mucho poder ser cada día más espontánea

delante de su cámara. 

 

¿Cómo fue cuando hiciste las primeras tomas con Thomas?

Fue sencillo posar como modelo. Más difícil fue ser como Bianca, tal como ella verdaderamente quería ser en esos momentos.

Debido a que hasta ese momento no había hecho fotos al desnudo Thomas me decía al principio “busco más, Bianca, pero no sé lo que es.”

Le conté que me sentía insegura de moverme libremente ante la cámara. Pero también esta inseguridad es una expresión que vale la pena presentar. No es tan fácil expresar sentimientos de la misma manera como si una estuviera sola. La cuestión es que una no está sola en esa situación. Pero a lo largo de las sesiones descansaba cada vez más en mi misma y cada vez podía disfrutar más de nuestro trabajo conjunto. Aun a la edad de 50 podría dejarme fotografiar por Thomas.

 

¿Pero todavía no sabes como será cuando seas mayor, no?

Claro, esto es mi posición actual. No se trata de la belleza corporal sino de una posición, una actitud.

 

¿Estás enamorada?

Totalmente.

 

¿Cuántos años tienes ahora?

Desde hace una semana tengo 22 años.

 

¿Cuánto tiempo ya llevas con este amor?

Medio año. Sabía que estaba aquí, que el amor me esperaba aquí. Y yo quería aprender más de este idioma.

 

¿No tiene problemas con el hecho que Thomas te fotografíe desnuda?

Confieso que tiene problemas con la situación y de vez en cuando toca el tema. Tratamos de trabajar en nuestros reparos e inseguridades.

Él es paciente y me respeta. Miramos los cuadros juntos, conversamos acerca de cuáles le gustan a él y cuáles me gustan a mí. El primer día sólo le gustaron unos pocos cuadros. El segundo día fueron más y así siguió la cosa.

 

¿Te gustan otros cuadros que a él?

Sí.

Me parece interesante preguntar a otras personas y recibir una tercera opinión. A él le gustan otros cuadros que a mí y eso me parece muy buen. A menudo digo “no, no, no”, también a Thomas. Él espera. A veces dice „Bianca, ¿por qué no? Mira, quizás se vea bien.”

 

Quizás conozcas también un problema que conocen mujeres que están ante el umbral del envejecimiento. Esta “edad intermedia” es un tiempo con bastante melancolía. A menudo no se ve al cuerpo como tal sino que se lo compara con una imagen ideal de la juventud. Las que ya han alcanzado una cierta edad vuelven a estar libres de esto, y tú también estás bastante liberada de las imágenes externas de la belleza.

Por lo tanto, ¿a qué se debe a que no te guste un cuadro tuyo?

A veces son pequeñeces.

Hay diferentes opiniones de lo que es belleza. Cada cuerpo cuenta su historia. Naturalmente una está rodeada de las típicas nociones de belleza.

Creo que yo observo otras cosas y no tanto esta belleza. Así, por ejemplo, el movimiento, la forma del movimiento.  Lo que no me gusta en ello o también lo que me gusta mucho se refiere a la fotografía y no en lo que soy.

 

¿Cómo te sientes cuando miras tu cuerpo? ¿Hay veces en las que algo no te guste?

Claro, Yo también tengo mi complejos. Si una quiere siempre puede encontrar algo, sobre todo cuando una se compara con otras personas. Pero estos complejos tienen que ver con la mentalidad y con los prejuicios sociales. Si los dejo a un lado me gusto y me siento orgullosa de mí. Además mi salud está perfecta. ¿Qué es más importante que eso?

 

¿Cómo miras tus fotos? ¿como una extraña o las miras totalmente neutral? ¿Las consideras emocionantes o aun excitantes? ¿Son

autoeróticas?

Para mí eso es neutral. He tratado de mirar en mi interior y ver como es. En este sentido directo no es excitante. Pero si pienso en el momento que pasé hoy con Tania... Hoy hubo momentos extremos, muy intensivos y hermosos. Todavía no he visto las fotos que hicimos esta mañana. Pero quizás considero que, en combinación con el recuerdo, estos cuadros pueden ser excitantes.

Al principio Tanja tenía miedo porque es mayor. Pero ella también estaba excitada. Era un

ambiente muy bonito y bastante íntimo, nada de sexo fuerte o algo parecido.

 ¿Y cómo te sientes tú, Thomas, cuando surgen estos momentos íntimos que seguramente no sucede tan a menudo?

No, verdaderamente no sucede a menudo. Estoy concentrado en los cuadros, casi no me atrevía a dar alguna indicación. Era una cuestión de

iluminación en este cuarto. Habíamos fotografiado con luz del día y cada vez que se alejaban

demasiado de la luz se los dije. No obstante, eso no fue tan a menudo. En sí habíamos terminado pero de pronto ambas sintieron el deseo de ir al otro cuarto. Allí fue muy hermoso, tan intensivo entre las dos.

El libro de Bianca es diferente a mis otros dos

libros acerca de una mujer. Bianca y yo no

tenemos una relación. Con las otras dos de “She” y “Days of intimacy” tuve una relación, la una más larga y la otra mas corta. Pero Bianca simplemente vino para dejarse fotografiar por mí. Llena de alegría.

Hoy Tanja y yo inmediatamente estuvimos

totalmente relajadas. Nunca me hubiera imaginado estar tan relajada durante el primer shooting ni sentirme tan bien. Podía salir completamente de mí misma. No estuve nerviosa, me sentí una sola persona con ella. ¿Cómo puedo expresarlo? Su manera de mirar, su manera de ser, todo esto me relajó inmediatamente. Me olvidé completamente de mis inseguridades.

Ayer, con Jana, también fue bueno. Pero ambas estabamos recatadas. Habíamos llegado hasta un cierto punto pero había un límite para la cercanía. Hoy no hubo este límite. Nunca hubiera pensado que sería tan hermoso. Todavía estoy en ello.

 

Yo también lo siento. Este calor sobre ustedes, un calor libre. El cuarto verdaderamente está vibrando de intensidad...

Otra pregunta. ¿Qué consideras erótico?

Para mí la sensualidad es erótica, amor y

emociones son eróticas. Es erótico sentirse dentro de otra persona. No sólo dentro de los vestidos del otro sino verdaderamente dentro de los

sentimientos y emociones más íntimas.

Cuando tengo fantasías eróticas me imagino estar en diferentes situaciones, poses y aun vestir diferente ropa. Eso me excita, sí. Pero no quiero ver a las personas con las que estoy soñando, mirando a los que me acerco como si fueran un pedazo de carne. Los quiero completamente, no sólo parcialmente.

Me gusta escuchar algo agradable. Para mí

todo es importante: el olor, la expresividad, los movimientos, los tonos. Quiero meterme en

la persona. Eso es lo que me excita. Detalles, momentos. Es allí cuando me caliento. Cuando escucho palabras y esa voz, por ejemplo durante el sexo.

 

¿Puedes acordarte de tus primeras emociones eróticas? No me refiero a la primera vez sino a sentimientos eróticos.

Cuando empecé a acariciarme quería alcanzar primero el sentimiento corporal, puro, totalmente natural, sólo por el placer. Las fantasías no

jugaban ningún papel. Me sentía bien. Las

fantasías recién aparecieron después.

A menudo sueño con mujeres. Y hoy he podido vivir un sueño.

Creo que acabamos de hacer fotos muy

hermosos. Ya hemos hecho muchas fotos

hermosas. Y siempre hay nuevas posibilidades. A veces quiero hacer cosas locas, ver cuál es el resultado, reír. Con Jana ayer también fue muy hermoso. Pero hoy esto fue algo especial. Hoy fue un clímax.

Conozco además una tercera mujer a la que le gustaría tener una sesión contigo. 

Para mí eso sería demasiado. Fue tan hermoso. Espero el libro con ilusión. Me interesa mucho lo que está formándose.