Thomas Karsten
She

240 Seiten
220 Abbildungen
Format 18,5x24,5 cm,
200g schweres Kunstdruckpapier,
schwarz/weiss (Triplex + Sonderfarbe + Lack)
Hardcover + amerikanischer Umschlag
Fotobuch mit Texten von Claudia Gehrke
Texte: Deutsch und Englisch
Preis: 39,90 Euro
ISBN: 978-3-88769-345-9
Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 2006

direkt hier bestellen: info@thomaskarsten.com



Der Verlag über das Buch

Die Bilder von Sarah und ihren Freundinnen reißen die Betrachter mitten hinein in eine zauberhafte, mal fröhliche, mal ernste, mal fast beendete und dann neu auffl ammende Liebesgeschichte. Kann man jemanden mit einer Kamera lieben? Man kann. Die hier wie in einem Album edel gedruckten Arbeiten geben die Nähe, die Vertrautheit und das Prickeln zwischen dem Fotografen und seinem Model Sarah wieder.
Und sie zeigen Sarahs Vergnügen, sich zu zeigen, auch ihre Scheu, ihren Ernst, ihre Ausgelassenheit, ihre Lust, ihren Sex. Und ihre intensive Beziehung zu ihren Freundinnen.
Und doch sehen wir hier keine „Privatfotos“. Der Betrachter sieht nicht irgendwelchen Liebeszenen eines ihm unbekannten Liebespaares zu. Er kann selber lieben. Er sieht „she“ und in jedem Bild Augenblicke, die immer auch eine allgemeine Geschichte von „Liebe“ erzählen. Die Bilder berühren. Erzeugen Wärme, machen Spaß, erregen manchmal und bewegen sich zugleich weg vom Realen ins Imaginäre, in einen Traum, in ein großes Gefühl, das real und zugleich irreal ist. Sie berühren Grenzen. Die Liebenden als Künstler.


The pictures of Sarah and her friends carry the observer away into the middle of a magical, sometimes cheerful, sometimes serious, almost ending and then anew ablazing love story. Can you love someone with a camera? You can. These, like in an album, preciously printed works convey the closeness, the intimacy and the electric atmosphere between the two, the photographer and his model Sarah.
And they show Sarah‘s pleasure in presenting herself, also her shyness, her seriousness, her liveliness, her desire, her sex. And her close relationship to her friends. But still we don‘t see “private photos“. The observer isn‘t watching some love scenes with unknown lovers.
He himself can love.
He sees “she” and in each picture there are moments which always also tell a universal story of love.
The pictures affect, emit warmth, are fun, arouse sometimes and at the same time move away from reality into the imaginary, into a dream, into a big sensation which is real and unreal at the same time. They touch borders. The lovers as artists.


Thomas Karsten
SHE


Es ist nur ein kleines Stück
der großen Wahrheit,
die wir nicht kennen.
_


Interview mit Thomas _

>> Hattest du schon große Lieben in deinem Leben?
_ Du fängst ja gleich an!!!??
... (Schweigen.) Das ist eine schwierige Frage.

Dann reden wir gleich über deine aktuelle Liebe: kannst du dich an den ersten Moment erinnern, was hast du gedacht, empfunden, als du sie das erste Mal sahst?
_ Bewusst im Kopf habe ich den Moment, in dem wir fotografiert haben. Ich habe sie vom Flughafen abgeholt. Dann waren wir hier. Es war total schlechtes Wetter. Es gab große Pfützen im Hof. Es war Nachmittag und das Licht ging schon weg. Ich sagte spontan, dass ich sie gerne da draußen fotografieren würde, und habe sie dann in eine große Pfütze gelegt. Das war die erste Aktion, völlig unvorbereitet und ziemlich hektisch.
Dabei hatte ich vorher nur zweimal mit ihr telefoniert und kannte nur wenige Fotos von ihr.

>> Wie kam es dazu, dass sie dein Modell wurde?
_ Damals hatte ich eine Ausstellung in Köln. Ich hatte den Galeristen gebeten, wenn interessierte junge Frauen vorbeikämen, denen meine Ausstellung gefällt, solle er sie fragen, ob sie nicht Lust hätten, sich von mir für ein Jugendmagazin fotografieren zu lassen. – Als die Ausstellung zu Ende war, hatte er drei Telefonnummern notiert. Er empfahl mir besonders eine davon, weil diese Frau ihm so nett erschien. Ich rief sie an, telefonierte eine Stunde und fragte sie schließlich, ob sie mal vorbeikommen wolle, – „na ja, für diese Geschichte bin ich, glaube ich, zu alt“, sagte sie. Und dann erzählte sie mir, dass sie Ende dreißig sei, sie habe aber eine Tochter ... Das war Sarah. Zehn Minuten später rief sie mich an.
Ein halbes Jahr versuchte ich vergeblich, einen Termin mit beiden hinzukriegen. Denn meine erste Idee war, Mutter und Tochter zusammen zu fotografieren.

Immer wieder telefonierte ich mit Sarah wegen der Termine, gab dann aber die Idee „Mutter und Tochter“ erstmal auf. Soll eben die Tochter alleine kommen ...
So kam sie also diesen besagten Freitagnachmittag – diese erste Aktion als solche war gut. Brachte uns einander nahe. Dann sind wir Essen gegangen und haben im Studio weitere Fotos gemacht. Wir redeten viel und tranken sehr viel.
Am nächsten Tag war es schrecklich, morgens um acht standen Assistenten und Visagisten mit einigen Models in der Wohnung. Ich hatte keine Zeit mehr für Sarah. Es war ganz komisch, wir konnten überhaupt nicht mehr persönlich reden.
Die anderen sollten auch nicht wissen, dass wir miteinander im Bett gelandet waren.
Mein Assistent hat sie zum Flughafen gebracht. Ich hatte nicht einmal dafür Zeit. Und dann haben wir telefoniert. Jeden Tag. Stundenlang.

>> Und der erste Moment … Wie ging es über vom Fotografieren, vom Reden, zum Bett? Wie war die erste Berührung? Du gehst ja sonst nie mit deinen Modellen ins Bett, bzw. das passiert doch äußerst selten?
_ Die Schwierigkeit am Anfang war, dass gerade meine Liebesgeschichte mit Stefanie zu Ende ging, eine Geschichte, die eigentlich nie angefangen hatte. Wir waren in der Produktion von „Days of Intimacy“, dem Buch mit Stefanie. Ich glaube, gerade eine Woche davor hatte ich Stefanie das letzte Mal gesehen.
Ich bin eigentlich wirklich schüchtern und reagiere nur, wenn jemand mir sehr entgegenkommt. Und Sarah kam auf mich zu – ich war emotional noch woanders. Ich war nicht ganz bei der Sache. Ich wollte nicht mit ihr schlafen in der ersten Nacht. Das ergab sich auch nicht gleich nach den ersten Berührungen, sondern erst in den Morgenstunden. Sie kuschelte so lange, bis es passierte. Wir schliefen miteinander. Und erst im letzten Moment, bevor es klingelte und das Fototeam kam, sind wir aufgestanden.
Dann, ja dann ist sie gegangen. Und dann haben wir permanent telefoniert ...

>> Und weißt du noch wie es losging mit der Verliebtheit? Und der Liebe? Hat sich das Gefühl beim Sex entwickelt?
_ Wohl nicht beim ersten Sex, nein. Das Verliebtsein begann am Telefon, das war sehr schön. Wir telefonierten immer nachts. Später habe ich erfahren, dass sie dabei immer auf dem Flur saß. In der Wohnung wohnten ihr Vater, die Frau, mit der er zusammen war, deren Kinder und Sarah, und sie hatten nur ein einziges Telefon auf dem Flur.
Sie sagte irgendwann, sie wolle noch mal herkommen. So war sie noch einmal eine Woche hier. Das war kurz vor den großen Ferien. Sie hatte vor, mit ihren Eltern nach Italien zu fahren.

Spontan sagte sie, ich solle doch auch dorthin kommen, und ich zögerlich: „Wie soll ich denn dahin kommen – da zu deinem Vater und so?“ Das kam mir komisch vor, auch wegen des Altersunterschieds. Aber ich fuhr wirklich dorthin.
Und dann war es so schön, wie sie sich so sehr gefreut hat. Ich hatte mich auf dem Weg total verfahren, und sie hat mich von einer Brücke abgeholt. Und da stand sie und hat sich total gefreut. Ich glaube, in diesem Moment ging es richtig los,
mit der Liebe, mit meinen Gefühlen und dass wir auch davon sprechen konnten. Dass wir richtig zusammen sind, das war dieser Moment, da auf der Brücke ...
Vorher war alles noch zu verwirrend, ein emotionales Riesendurcheinander, es war für mich mit Stefanie noch nicht richtig beendet, und Sarah hatte eigentlich auch einen Freund. Sie war diese eine Woche hier und hat mir von ihrem Freund erzählt, auch deshalb dachte ich nicht an eine Beziehung.
Ja, und dann wohnten wir in Italien zusammen in einem winzigen Zimmer, aber da wohnten auch der Vater, die Stiefmutter, die drei Söhne. Ich wollte zwei, drei Tage bleiben und bin dann immer länger geblieben. Am Ende waren es zehn Tage. Und es fiel mir schwer abzureisen, ich wollte nichts mehr, als bei ihr sein.
In Italien entschieden wir, dass Sarah bei mir ein Praktikum macht. In unserer Situation war uns beiden klar, es ging nicht um ein Praktikum allein. Es ging darum, dass wir uns aufeinander einließen.
Einen Monat später begannen wir, dieses Studio hier umzubauen. Das war eine Zeit, in der Sarah und ich sehr viel zusammen machten, es war, wie wenn man gemeinsam ein Haus baut.
Sarah hat in dieser Zeit begonnen, mein Archiv aufzubauen. Sie ist die erste Frau, die mein komplettes Bildarchiv kennt – es gab ein großes gegenseitiges Vertrauen. Sie katalogisierte alles und sah dabei alle meine Fotos, auch alle Privatfotos. „Du kannst alles wissen, es ist alles vor deiner Zeit.“ Aber manchmal dachte sie sich wohl alles Mögliche, als sie das eine oder andere Foto sah. Manchmal gab es Probleme, denn in den Bildern sind auch meine Liebesgeschichten erzählt. Sie archivierte Bilder aus einer sehr langen Zeit, es sind tausende von Bildern – eine unglaubliche Arbeit. Es war damals nicht alles gescannt, aber es gab von allen Bildern Kontaktbögen.
Zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit entstand auch das Buch über Stefanie. Und Sarah fuhr überall mit hin, in die Druckerei, zum Designer. Da gab es ein Riesenproblem: alle hielten Sarah für Stefanie, wahrscheinlich weil beide blond sind. Das ging noch einige Jahre so weiter, so dass ich das Buch kaum mehr jemandem zeigen wollte. Jeder Fremde sagte, wenn Sarah daneben saß: „Ah, bist du das?“
Übrigens fragten das nur Männer, wirklich jeder Mann hat sie das gefragt, Frauen nie. Das war ihr, und mir natürlich auch, immer sehr unangenehm.

>> Kannst du einen konkreten Moment, eine kleine Geschichte aus dem Alltag erzählen, wo dich das Liebesgefühl besonders stark überkommen hat?
_ Wir können sehr gut miteinander arbeiten. Wir haben die gleichen Empfindungen, wenn wir etwas ansehen.
Sarah ist dabei sehr tolerant. Vielleicht, weil sie auch einen fotografischen Blick hat, sie hat mich immer unterstützt. Ich hatte kurz zuvor überhaupt das erste Mal mit einer Assistentin bei Aktshootings zusammengearbeitet. Schon da merkte ich, wie gut es ist, jemanden beim Fotografieren dabei zu haben.
Und nun funktionierte erstmals die Zusammenarbeit in einer Beziehung, mit Sarah. Es lag früher nicht nur an meinen Freundinnen, auch ich wollte es nicht. Aber jetzt mit Sarah merkte ich, wie toll es war, als Team zu arbeiten und wie gut wir als Team ankamen. Nicht nur, dass es nicht gestört hat, dass sie dabei war, oder dass sie still im Hintergrund half, im Gegenteil, es war angenehm für die Fotografierten und befruchtend für die Fotos. Sicher bin ich durch ihren Blick beeinflusst. Sie macht mich auf Dinge aufmerksam, die ich vielleicht gar nicht wahrgenommen hätte. Es war wunderbar, zusammen zu fotografieren.

>> Erzähl noch ein bisschen von Eurer Zusammenarbeit. Hat sie danach auch die Bilder mit ausgewählt?
_ Ja, immer. Wir machten beide eine Vorauswahl – wir haben uns oft überschnitten, es war eine wirklich auf allen Ebenen fruchtbare Zusammenarbeit.
Auch die Bilder für dieses Buch haben wir gemeinsam ausgewählt, wir arbeiten auch jetzt wieder sehr gut zusammen. Es gibt zwar ein paar Bilder, die ich gerne im Buch gehabt hätte, die sie aber partout nicht wollte. Das hängt vielleicht auch mit dem Alter zusammen, sie sagt, ihr Blick oder das oder jenes sei nicht richtig, Minidinge, in denen sie sich nicht gefällt, die ich nicht sehe. Sie sagt, wenn dieses eine Bild dann drin wäre, würde sie beim ganzen Buch immer nur an das eine Bild denken, das sie nie gewollt habe. Aber bei den meisten Bildern sind wir uns einig. – Vielleicht will sie in Zukunft nicht mehr so oft vor der Kamera stehen, sondern lieber selber fotografieren.
Mit unserer Liebe ist es momentan schwierig. Wir kriegen es im Moment auch nicht hin, miteinander zu fotografieren. Sie will es zwar und spricht auch davon und dann machen wir es nicht. Zwischen Wollen und Machen ist ein Unterschied. Die Stimmung ist weg. Mir kommt es im Moment fast vor wie damals mit Stefanie. Wir haben uns das letzte Mal gesehen, als wir das Interview für das Buch machten. Dann habe ich Stefanie drei Jahre lang nicht mehr gesehen …

>> Aber es ist doch ganz anders als mit Stefanie, Stefanie wollte nie eine Beziehung, ihr hattet eine kurze intensive Zeit zusammen, die dem Fotografieren diente. Und es gibt
ein wunderbares Buch über diese kurze Zeit. Mit Sarah lebst du mehr als drei Jahre zusammen, ihr habt euch lange geliebt, beidseitig. Das ist eine andere Geschichte, ein anderes Buch. Oder willst du die Gefahr ausdrücken, dass durch die Dokumentation der Liebe in einem Buch diese Liebesgeschichte beendet werden kann? Solltet ihr dann nicht doch lieber noch warten mit dem Buch?
_ Im Moment ist es nahe dran, dass es zu Ende geht.
Ich war die ganze Zeit so sehr glücklich, weil ich gemerkt habe, dass sie sich hier wirklich wohl fühlt und dass wir einen gemeinsamen Geschmack haben, auch in alltäglichen Dingen. Es ist schwierig zusammenzuleben. Du kannst nicht mit jedem zusammen wohnen. Wir waren so nah, ich war wirklich so glücklich, dass wir alles zusammen gemacht haben. Man kann es nicht erklären, dass ich mit den anderen Lieben meinen eigenen Bereich brauchte und in dieser Liebe zu Sarah nicht. Bei Sarah aber hatte ich nie das Gefühl, dass ich bei irgendwas unbedingt allein sein wollte.

>> Sarah wirkt auf mich präsent, ohne dominant zu sein, sie beobachtet aufmerksam, man hatte, wenn ihr zusammen irgendwo wart, nie das Gefühl, dass sie irgendwas behindert, oder dass ihr nur noch Paar seid und alle anderen ausschließt, was man oft bei gemeinsam auftretenden Paaren empfindet, nein, ihr wart zusammen offen für andere, und nicht ineinander abgeschlossen, wunderbar.
_ Ja, ich war wirklich auch total glücklich, es hat alles so gut funktioniert, so was ist mir noch nie passiert. Die ersten zwei Jahre haben wir uns nicht ein einziges Mal gestritten. Sie hat sich eingebracht, ihr hat alles Spaß gemacht, ich hatte das Gefühl, dass wir völlig auf einer Seite waren, dass wir etwas zusammen aufbauen.
Ich hatte zwar von Anfang an Probleme mit dem Alters-unterschied, mir war unwohl dabei, denn ich habe sie mir nicht ausgesucht, weil sie so jung ist. Sondern weil es einfach passiert ist.

>> Vielleicht ist der Altersunterschied von ihr aus zu spüren, dass sie in Diskos gehen möchte ... endlos mit Freundinnen reden etc.?
_ Am Anfang hat vor allem mir der Altersunterschied Angst gemacht, weil ich dachte, es kann nicht funktionieren.
Als ich damals nach Italien kam, traf ich das erste Mal ihren Vater, was mir sehr komisch vorkam: einen Vater zu treffen, der fast meine Generation ist, na, er ist schon noch älter als ich, und lebt auch mit einer jüngeren Frau zusammen. Er sagte, und das half mir wirklich, mir das bewusst zu machen, ich solle mir da mal keinen Kopf machen, eine Beziehung könne auch unter Gleichaltrigen nicht funktionieren. Viele Beziehungen, egal in welcher Alterskombination, halten nicht länger als fünf Jahre.

>> Noch mal die Bitte: erzähl einen Moment aus dieser glücklichen Zeit konkret. Kann was ganz Banales, Alltägliches sein, eine Sekunde, in der du deine Liebe deutlich gespürt hast, sie dich sozusagen „überflutet“ hat?
_ Ich bin morgens aufgewacht, da hat sie mich angelacht.
Sie war immer so positiv.
Ein wunderbarer Ausgleich zu mir, denn immer wenn ich pessimistisch war, hat sie mich aufrichten können. Diese Grundstimmung, dass ich mich bei allem total wohl gefühlt
habe mit ihr.

>> Und wie war der Sex, hat er sich verändert in der Zeit?
_ Klar, das ändert sich immer. Aber seit einem Jahr ist es leider totales Chaos. Sie sieht es anders, für mich gibt es keinen Sex mehr. Sie fuhr immer öfter nach Köln, interessierte sich immer mehr für ihre Freundinnen in Köln. So begannen die Schwierigkeiten, ich fühlte mich zurückgesetzt. Am Anfang war es wie in jeder jungen Liebe. Wir gingen jeden Tag miteinander ins Bett, das wurde etwas weniger, das ist ja normal. Aber in den schönen Jahren waren wir auch beim Sex sehr glücklich. Doch dann wurde es immer weniger und immer weniger, dann war die Stimmung zwischen uns ungut, und dann hat man auch keine Lust mehr auf Sex. Und jetzt gibt es gar keinen Sex mehr. Ich will aber keine Beziehung ganz ohne Sex.

>> Manchmal verlagern ja beide die Beziehung auf eine
andere Ebene ...
_ Das will ich aber nicht.
Soll ich zwei Jahre warten, bis wieder irgendwas Gemeinsames passiert? So geht es, glaube ich, nicht, denn irgendwann sind die Gefühle weg. Vor ein paar Monaten haben wir uns einmal getrennt und versuchen es jetzt noch einmal miteinander.

>> Wie war der Abschied, was war es für ein Gefühl, als ihr entschieden hattet, euch mal zu trennen?
_ Es war ein spontaner Entschluss, nachdem wir uns mal wieder total gestritten hatten. Köln, Köln, Köln, ich habe nur noch Köln gehört. Früher ist sie alle zwei Monate für ein paar Tage nach Köln gefahren.
Doch dann steigerte es sich, erst wurden es sechs Tage, dann acht Tage und zum Schluss waren es zehn Tage alle paar Wochen. Und immer dann, wenn ich einen Job hatte, war sie in Köln. Sie hat auch nie mehr wegen einer gemeinsamen Fotoarbeit Köln verschoben.

>> Hast du denn das Gefühl, du liebst sie noch?
_ Zur Zeit ist es so, sie kommt immer nachts und möchte kuscheln, aber sie möchte keinen Sex. Sie möchte mir nah sein, möchte, dass ich ins Bett komme, wenn sie ins Bett geht. Nur wenn wir uns sehr streiten, schlafen wir getrennt. Und dann überlege ich, es macht keinen Sinn mehr. So wie es jetzt ist, will ich es nicht. Wenn ich dann in der Früh aufstehe, und sie kommt mir entgegen und nimmt mich in den Arm, dann spüre ich, es ist noch nicht zu Ende. Ich liebe sie wirklich noch. Bloß weiß ich nicht, wie wir aus der Situation herauskommen sollen.

>> Für das letzte Buch „Nude Photographs“, das ja dann wohl in eurer schwierigen Zeit entstanden ist, habt ihr da noch zusammen ausgewählt?
_ Ja. Und es gibt eine Grundtendenz, die stimmig ist, ja, die gibt es immer noch.

Ich würde mir wünschen, dass ihr jetzt für dieses Buch noch mal Fotos miteinander macht!
_ Das hat in der letzten Zeit nie geklappt. Auch während unseres Urlaubs nicht. Wir waren auf einer schönen Insel, fast wie im Paradies, es war warm und es gab wunderbare Farben. Dort sagten wir uns, wir müssen ja nicht jeden Tag, wir können ja jeden zweiten Tag Fotos machen. Das war ihr Vorschlag, aber es war nicht möglich. Vielleicht haben wir jeden siebten Tag mal Bilder gemacht. Aber das dann nur in einer total miesen Stimmung.

Ein paar Monate später ...

>> Nun ist es also doch noch zu weiteren Fotos gekommen, wie war die gemeinsame Arbeit, das Fotografieren?
_ Es war kein ausgemachter Fototermin mit Sarah. Ich hatte einen Termin mit Bianca, dem zweiten Mädchen auf den Bildern, gemacht, und Sarah wollte sie auch gerne fotografieren, und dann kam Bianca an und sagte, sie würde gerne Fotos machen, auf denen beide drauf sind, also Sarah und sie. So kam es also auf Umwegen auch zu unserem Fototermin. Das war hilfreich, in unserer momentanen Situation der Festgefahrenheit, dass das Mädchen gefragt hatte und nicht ich.

So kam der Wunsch, fotografiert zu werden, dann auch von Sarah ...
Es war natürlich ein Wagnis, die beiden kannten sich überhaupt nicht. Sarah hatte nur die Fotos gesehen, die ich vorher von ihr gemacht hatte. Und dann hat sie spontan zugesagt.
Wir trafen uns, zuerst fotografierte Sarah sie, dann ich. Mich hat es sehr gefreut, dass Sarah Spaß daran hatte, und dass sie Bianca fotografieren wollte.
Unterschwellig kam es dann sogar zu Konkurrenz zwischen uns, also zwischen Sarah und mir. Sarah fotografierte zuerst.

>> Ihr habt also inzwischen Momente, in denen ihr euch als Profis in Konkurrenz fühlt?
_ Das war neu an dieser Situation. Bisher hatte Sarah vor allem Portraits gemacht.

>> Sieht man dann in den Bildern den Unterschied, ist ihr Blick anders als deiner? Dein Blick gilt ja als sehr „weiblich“? Vielleicht ist Sarahs Blick „männlicher“ als deiner?
_ Nein, so lassen sich die Unterschiede sicher nicht beschreiben, Sarah hat viel gesehen bei mir in den letzten Jahren, aber ich glaube der Unterschied ist: ihr Blick ist „modischer“. Sie sieht, was im Moment modern ist. Aber ich finde, das kann sie nur selber erklären.

>> Wie war es zwischen Euch in den Momenten des Fotografierens?
_ Das war entspannt, der Tag war wirklich schön. Sarah geht nie frei in ein Shooting, sie hat immer etwas im Kopf, was sie umsetzen will. Sie lässt sich nicht treiben. Das bedaure ich manchmal ein bisschen. Diesmal wusste sie auch nichts über die andere Frau. Da gab es Berührungsängste, Situationen, dass die eine nicht weiß, wie weit darf sie gehen mit der anderen. Bei einem ersten Mal vor der Kamera ist die Zeit zu kurz, das wirklich auszuprobieren ...Auf den meisten Fotos im Buch, auf denen Sarah mit anderen Frauen zu sehen ist, sind es ihre langjährigen guten Freundinnen. Eine kennt sie schon seit Kindertagen.

>> So sind also ihre Freundinnen, die ja auch ein wenig Konkurrenz für dich in ihrer Lebenssituation waren, wegen denen sie doch so oft nach Köln fuhr, mit im Buch?
_ Ja, und das war eigentlich immer sehr interessant, sie mit ihren Freundinnen zu fotografieren. Auch in diesem letzten Fotoshooting vor ein paar Tagen, mit der noch unbekannten Frau, hatte Sarah Lust, sich fotografieren zu lassen.
>> Wie ist es zwischen Euch jetzt?
_ Als sie das letzte Mal in Köln war, wollte ich eigentlich sagen, sie solle dort bleiben. Ich will nicht, dass sie zurückkommt, weil ich die Beziehung so unverbindlich, wie sie im Moment ist, nicht mehr will. Entweder sie steht dazu oder nicht. Sie sagte, sie wolle unbedingt zurückkommen, wolle mit mir reden, sähe ein,
dass es so unklar nicht ginge.

>> Bist du denn noch ein wenig verliebt in sie? Oder geht es im Moment nur um die Frage, ob ihr eure Beziehung weiterführt?
_ Ja, ich bin schon noch verliebt.
Aber ich weiß nicht, ob man Gefühle zurückholen kann. Wenn man sich nicht mal mehr richtig küssen kann, nicht mehr richtig herumknutschen, ob man das wieder finden kann ?



_ Interview mit Sarah _

>> Hast du in deinem Leben schon mal etwas erlebt, was du als „große Liebe“ bezeichnen würdest?
_ Ja. Dieses Gefühl, zusammenzugehören, sich der anderen Person ganz öffnen zu können ...

>> Erinnerst du dich an deine erste große Liebe?
_ Ja.

>> War sie erfüllt oder eher unerfüllt?
_ Am Anfang war sie sehr erfüllt – ein ganz tolles Gefühl, später wurde es dann eher unerfüllt.
Klar habe ich auch schon für jemanden geschwärmt und es ist dann zu nichts gekommen, aber das ist eher ein quälendes Gefühl und nicht Liebe.

>> Erinnerst du dich auch an deinen ersten guten Sex?
_ Ja, der war auch mit meiner ersten großen Liebe.

>> Und haben sich die Liebesgefühle beim Sex entwickelt, oder hat das nichts miteinander zu tun?
_ Doch, es hat miteinander zu tun gehabt. Durch den Sex entwickeln sich bei mir Gefühle für jemanden. Und diese große Liebe hat sich durch den Sex entwickelt.

>> Hattest du schon mehrere Lieben, die du als „groß“
bezeichnen würdest, oder war das die Einzige?
_ Ich hatte zwei, meine erste und die zu Thomas.

>> Du bist jetzt also aktuell in einer großen Liebe?
_ Ja, genau.

>> Kannst du noch den ersten Moment erinnern, als du ihn gesehen hast? Und den ersten Moment, in dem du das Gefühl hattest, da passiert was?
_ Bei Thomas?

>> Ja, aber wenn du es erzählen willst, gerne auch von dem Ersten.
_ Aus dem Sexuellen kommt es, also erst war Sex, dann kommt es, dass der Bauch kribbelt, dass ich ständig an denjenigen denken muss, das passiert nacheinander. Und relativ schnell. Wenn ich das Gefühl habe, das passt alles zusammen, dann verliebe ich mich, glaube ich, wirklich ziemlich schnell.

>> Und wie war die erste Begegnung mit Thomas, aus der sich dann eure Geschichte entwickelt hat?
_ Ich habe eine Ausstellung von ihm in Köln gesehen. Der Galerist
sagte, dass Thomas Models sucht. Da dachte ich sofort, das würde ich gerne mal machen, weil mir die Bilder gut gefallen haben. Das ist eine Erfahrung, das probiere ich mal aus. Und so fuhr ich einige Zeit später nach München. Ich war erst nur ein Wochenende, eigentlich nur einen Tag hier, und dann hat es ziemlich schnell gefunkt, irgendwie. Ich bin wieder zurückgefahren und dann haben wir gemerkt, dass wir ständig aneinander denken müssen und dass ich unbedingt wiederkommen muss.

>> Weil du doch sagtest, deine Gefühle entwickeln sich beim Sexuellen – ist es an diesem ersten Tag nur zum Fotografieren gekommen? Wie hat es gefunkt?
_ Da ist schon mehr passiert.

>> Also gleich beim ersten Mal ... Akte zu fotografieren ist vielleicht immer erotisch aufgeladen, aber es kommt dennoch meist nicht zum Sex, oder ...
_ Nein, natürlich nicht.

>> Wie hat sich das entwickelt?
_ Wenn ich jemanden sehe, der mir gefällt – und das weiß ich eigentlich ziemlich schnell –, dann sprühe, dann strahle ich das auch nach außen.
Am Anfang war es Anziehungskraft. Und man ist sich immer unsicher – wie ist das denn bei dem anderen –, aber ich mache mir da nie so viele Gedanken. Es kommt so, wie es kommt.
Ich weiß nicht, was ich gedacht habe, aber was ich so ungefähr gefühlt habe, das weiß ich noch. Ich war sehr scheu, was ich immer bin, wenn ich jemanden kennenlerne. Doch da Thomas so eine ruhige Person ist, fiel es mir leicht, mich wirklich schnell zu öffnen. Wir haben gleich begonnen, Fotos zu machen. Er hat auch nicht gedrängelt, sondern ich glaube, dass der Beginn dessen, was dann weiter ging, eher von mir aus kam.
Ich beobachte auch Reaktionen mir gegenüber. Man spürt, wie das, was man selber ausstrahlt zurückstrahlt.
Wir haben nach diesem ersten Tag sehr viel telefoniert, uns intensiv unterhalten, und dann bin ich noch mal zu ihm gefahren. Danach haben wir begonnen, Fotografieren und Privates zu verbinden.

>> War es beidseitig von Anfang an?
_ Das war klar, dass es von beiden kommt. Aber es war etwas schwierig, weil ich noch in einer Beziehung steckte.

>> Ist sie durch Thomas beendet worden?
_ Die war schon vorher zu Ende, aber ich habe es nie geschafft, mich richtig zu lösen. Thomas war der Auslöser, dass ich es geschafft habe.

>> Ihr habt also gleichzeitig den Schritt aufeinander zu gemacht. Was war das erste Berühren?
_ Davon gibt es sogar ein Foto, es ist das erste Foto im Buch. Irgendwie lag ich auf dem Boden und er hat mich von oben fotografiert, und dann haben seine Füße meine Taille berührt, dann meine Hände seine Füße, und dann kam eins nach dem anderen. Die erste Berührung war beim Fotografieren.
Ein klein bisschen unsicher war ich dann doch, ob ich es wirklich will, aber ich schalte dann meinen Verstand aus und frag mich nicht dauernd: will ich das überhaupt. Wenn ich dieses Gefühl habe, wenn ich spüre, dass ich den anderen so aufregend finde, und wenn es eine intensive Stimmung ist, lasse ich es einfach fließen.
Dann war die erste Nacht. Ich bin ein sehr sexueller Mensch.
Ich glaube, der Sex ging dann von mir aus.
Dann war am ersten Tag ziemlich viel los hier. Thomas wollte, dass ich noch eine Tag bleibe, aber das wollte ich nicht, ich wollte zurück.

>> Was hast du die Tage danach gedacht?
_ Immer, wenn ich mit jemandem Neuen zusammen war, wollte ich danach erstmal allein sein und es Revue passieren lassen, es im Nachhinein noch mal genießen.
Dann haben wir nach ein paar Tagen miteinander telefoniert und dann haben wir bald jeden Tag telefoniert und dann kam es, dass ich gedacht habe, ich möchte gerne noch mal dahin fahren. Und dann bin ich noch mal zu ihm gefahren.

>> Und dann?
_ Ich war in der Situation, entscheiden zu müssen, wie es beruflich weitergeht, wollte ein Fotopraktikum machen und Thomas sagte, ja, dann komm doch einfach zu mir und wir arbeiten zusammen und gucken, wie sich das dann entwickelt. Auch ich dachte, wenn man in getrennten Städten ist, funktioniert das mit der Liebe auf die Entfernung schwer. Es war wirklich der Entschluss: wir lassen uns aufeinander ein, und ich geh jetzt nach München. Weg aus Köln. Zu Thomas. Ich wollte das probieren.

>> Ihr seid also zusammengezogen?
_ Ja. Ich wollte immer schon etwas mit Fotografie machen, und so haben wir es verbunden. Und hatten so zugleich ein Liebes- und ein Arbeitsverhältnis, von Anfang an.

>> Das ist viel. Befruchtet ihr euch da gegenseitig oder entwickeltet ihr euch eher auseinander?
_ Wir befruchteten uns. Ja, wir beide lernen viel voneinander und gucken viel voneinander ab und finden Hilfe beieinander. Was bei
uns besonders ist, wir konnten gut zusammenarbeiten, uns gut ergänzen und so wirklich viel gemeinsam machen ...

>> Seine Bilder von Frauen sind also mit deinem Blick mitgestaltet?
_ Ja, teilweise.

>> Kannst du eine Sekunde beschreiben, in der du dein Liebesgefühl spürst?
_ Das habe ich zuerst beim Sex, in dem Moment, in dem ich mit jemandem zusammen bin. Da kann es passieren, dass das Gefühl so intensiv ist, dass man augenblicklich weiß, jetzt ist es passiert, jetzt hat man sich verliebt.

>> Haben sich diese Gefühle bei dir also gleich bei jenem ersten Mal Sex mit Thomas entwickelt?
_ Ja.

>> Was magst du besonders an ihm?
_ Er ist sehr sensibel, geht sehr auf mich ein.

>> Wie lange seid ihr jetzt zusammen?
_ Über drei Jahre jetzt.

>> Ist die Intensität deiner Gefühle noch dieselbe?
_ Ja und Nein. Da gibt es immer mal Zeiten, die schwierig sind, und Zeiten, die schön sind. Ich glaube, das ist ganz normal, wenn man alltägliche Sachen zusammen macht und so eng zusammen ist,
wie wir es sind.

>> Erzähl doch noch einen konkreten Moment, in dem du deine Liebe gespürt hast.
_ Es gibt so viele schöne Momente. Was mir besonders in Erinnerung ist: nachdem wir uns kennen gelernt hatten, war ich längere Zeit in Italien. Da hat er mich besucht. Da haben wir die erste längere Zeit miteinander verbracht. Das war schön. Entspannt, Urlaub, schönes Wetter, eng zusammen, das hat alles beflügelt. Ich war da mit meiner Familie, wie er dann später da ankam, das war so ein Moment.

>> Schlaft ihr in einem Bett, seid ihr immer so nah?
_ Ja, wir schlafen immer in einem Bett, außer wenn wir uns mal gestritten haben. Generell finde ich es schon wichtig, dass man sich, wenn man zusammen ist, nicht voneinander entfernt.

>> Das heißt, du wachst morgens auf, und wenn er nicht da wäre, würdest du ihn vermissen.
_ Das ist phasenweise. Am Anfang wollten wir ständig zusammen sein, haben jede freie Minute miteinander verbracht. Da habe ich ihn immer vermisst, wenn ich mal ein paar Tage weg war. Dann gab es Phasen, in denen ich auch mal alleine sein wollte. Denn generell bin ich eigentlich eher ein Mensch, der auch mal alleine sein muss, der Freiraum braucht.
Ich bin im Moment hin- und hergerissen zwischen Thomas, dem Leben mit ihm hier und meiner Heimat, also Köln. Wenn ich in Köln bin, genieße ich es, alleine zu sein, meine Freiheit zu haben.

>> Ihr unternehmt zwar viel miteinander, seid dauernd unterwegs, aber wenn ihr hier seid, dann wohnt ihr in einem winzigen Dorf. Ist das ein Problem für dich?
_ Ja. Doch, das ist ein großes Problem für mich ... deswegen bin ich im Moment viel in Köln, ich versuche so zu kompensieren, dass ich, wenn ich wieder hierher komme, es dann auch wirklich kann, hier auf dem Land zu sein.

>> Freust du dich, wenn du von Köln zurückkommst, Thomas wiederzusehen?
_ Ja.

>> Wenn du selber was machst, freust du dich darauf, ihm das zu erzählen, oder sind es getrennte Welten?
_ Es sind eher getrennte Welten. Es ist etwas, was nur für mich ist, das ist schade, aber es war eigentlich doch von Anfang an so, dass nie alles zusammenzubringen war.

>> Hat das auch etwas mit eurem Altersunterschied zu tun?
_ Klar, das ist schon unterschiedlich, das merke ich daran, dass ich jetzt mehr als am Anfang das Bedürfnis habe, nach Köln zu fahren und dort viel mit meinen Freunden zu unternehmen. Das, was wir da unternehmen, hat Thomas alles schon hinter sich.

>> Zurück zur Liebe. Erinnerst du dich an ein besonderes sexuelles Erlebnis, oder besonders schönen Sex, einen schönen Orgasmus?
_ Es gibt Menschen, mit denen man besonders gut harmoniert, es ergänzt sich.

>> Das ist bei Thomas so?
_ Ja!

>> Weiß du inzwischen noch eine schöne Geschichte, einen besonders schönen Moment in der Arbeit, im Alltag ...
_Aus der letzten Zeit ist es schwierig, eine solche Geschichte zu erzählen, denn wir haben uns oft gestritten.

>> Und woran entzünden sich Streitigkeiten?
_ Das Problem ist, dass ich seit einiger Zeit so hin- und hergerissen bin zwischen hier und Köln. Manchmal habe ich hier das Gefühl, ich kann nicht richtig da sein, dann werde ich absurd unruhig und denke, ich müsste jetzt sofort nach Köln fahren, meine Freundinnen treffen, was erleben. Das war immer ein Streitfaktor. Das ist und war sehr schwierig für Thomas.

>> Aber die Liebe ist noch da? Oder kannst du dir im Moment vorstellen, die eine Welt, die Thomaswelt, ganz aufzugeben?
_ J-ein. Wir hatten vor kurzem mal eine Trennungsphase, da war ich längere Zeit in Köln, sechs Wochen etwa, danach haben wir gesagt, wir probieren es noch mal.

>> Gab es einen glücklichen Moment mit ihm in der letzten Zeit?
_ Das war komischerweise der Moment, in dem ich gefahren bin. Da waren wir uns beide plötzlich so sehr nah und haben beide gedacht, wie schwer es uns fällt, als ich gegangen bin. Und ich habe wirklich gespürt, wie schwer es ist. Da habe ich meine Liebe gespürt, wir waren zärtlich zueinander. Haben danach telefoniert und Kontakt gehalten. Die Verbundenheit war da, sie löste sich nicht auf. Und die Liebe war besonders stark in dem Moment, als ich gefahren bin.

>> Diese Nähe und die Attraktion, die du anfangs beim Sex empfunden hast, bei dem sich ja deine Gefühle entwickelt haben, sind die noch da? Wenn es zu Sex kommt, was hast du da für ein Gefühl? Ist die Intensität noch da?
_ Das ist zwiespältig, weil wir beide im Moment nicht wissen, wie es jetzt weitergeht, und dadurch sind wir wohl beide ein bisschen blockiert. Früher haben wir uns nie Gedanken gemacht, wie es weitergeht. Wir haben zusammengelebt und es einfach nur genossen.

>> Und was unterscheidet Verliebtheit und Liebe?
_ Verliebtheit ist dieses Anfangsgefühl. Ich glaube, man spürt lange nur eine Verliebtheit, spürt, dass man den anderen sehr attraktiv findet, sehr mag. Das Gefühl der Liebe entwickelt sich daraus, ich glaube nicht, dass es ein Moment ist, in dem es überspringt von Verliebtheit zu Liebe.
Ich glaube, das ist ein Prozess, der sich entwickelt bis dahin, dass man genau weiß, dass man zusammengehört, das ist Liebe. Und das empfinde ich für Thomas.

>> Hast du das Gefühl, dass du leiden würdest, wenn es Thomas schlecht ginge?
_ Ja. Ich glaube aber, das ist ein Gefühl unabhängig von Liebe. Mir ging es oft deswegen schlechter, weil ich wusste, dass er jetzt so leidet, als es mir schlecht ging, und ich immer nach Köln wollte.

>> Zurück zum Gemeinsamen. Wie ist es konkret, wenn ihr zusammenarbeitet, was machst du, wie geht das Zusammenarbeiten im Detail?
_ Ich betreue die Frauen, das hatte er vorher noch nie, weil er noch nie jemanden so nahe bei sich hatte beim Arbeiten. Ich habe einen großen Bezug zu den Frauen, die er fotografiert. Ich gestalte auch das Bild mit ihm zusammen. Wenn mir Kleinigkeiten auffallen, weise ich ihn darauf hin.

>> Und wenn ihr dann Bilder auswählt, unterscheidet sich eure Auswahl oder findet ihr die gleichen Bilder gut?
_ Meistens gefallen uns die gleichen Bilder.

>> Ihr entwickelt einen gemeinsamen Blick, kann man das
so sagen?
_ Ja. Natürlich gibt es mal ein Bild, das ich besonders ausdrucksstark finde und auf dem Thomas Kleinigkeiten stören, also er bemerkt zum Beispiel, die Hand sei nicht optimal – dann versuche ich schon, ihn zu überreden, dass es im Ausdruck insgesamt ein so schönes Bild ist, dass man es trotz der nicht optimalen Hand in die Auswahl einbezieht. Es ist wirklich selten, dass wir da ganz voneinander abweichen, wir haben schon einen gemeinsamen Blick.
Natürlich gibt es bei Bildern, die Thomas von mir gemacht hat, mehr Differenzen, da gefallen ihm mehr Bilder als mir. Ich habe für das Buch eine grobe Auswahl gemacht, die ich ok finde, darunter gibt es einige, die mir besonders gut gefallen, andere, die Thomas besonders mag, und bei denen ich sage, ok, dann nehmen wir es halt deshalb. Ein paar Bilder, die Thomas gut fand, wollte ich gar nicht. Aber bei den meisten waren wir uns einig.

>> Welche Bilder von dir gefallen dir nicht? Warum? Oder welche gefallen dir besonders?
_ Manchmal kann ich es auch schwer begründen, wenn Thomas fragt, warum gefällt dir dieses Bild von dir nicht. Ja, ich fühle mich da dann so fremd, das bin irgendwie nicht ich, mehr kann ich da meist nicht sagen.>
>> Also, Differenzen zwischen dir und Thomas bezogen auf Bilder gibt es wenn, dann vor allem bei Bildern mit dir?
_ Ja, denn bei den anderen Bildern stimmen wir meist wirklich überein. Ich bin kritischer bei Bildern, auf denen ich selbst zu sehen bin, auch im Hinblick darauf, dass sich im Buch alle diese Bilder anschauen können. Wenn es nur ein, zwei Bilder von einer Frau im Buch gibt, dann ist es was anderes, da bin ich mir nicht so
wichtig, es gibt so viele verschiedene Situationen und Frauen in dem Buch, aber in diesem Buch, nur mit Bildern von mir, da bin ich kritischer.
Ich versuche auch, bei den Bildern der anderen Frauen darauf einzugehen, welche Bilder den Frauen gefallen, welche nicht. Ich finde wichtig, dass die Frau sich dabei wohl fühlt, wenn irgendwelche Bilder von ihr veröffentlicht werden, und nicht
denkt, o Gott, wie sehe ich jetzt da drauf aus.

>> Ist dir eigentlich sofort klar, ob du ein Bild gut findest
oder nicht?
_ Ja, das weiß ich eigentlich immer gleich, ob bei mir oder anderen.
Manchmal ändere ich meine Meinung, zwar nicht extrem, dass ich ein Bild früher nicht leiden konnte und jetzt toll finde, aber doch so, dass ein Bild, was ich früher eher „so na ja“ empfand, heute wirklich gut finde. Das gibt es auch bei Bildern mit mir. Also auch der Blick auf mich verändert sich mit der Zeit.
Wir wollten eigentlich noch mal neue Fotos für unser Buch machen.

Ein paar Monate später ...

>> Und jetzt habt ihr wirklich noch mal Fotos gemacht, zusammen mit einer dir ganz unbekannten Frau, wie war es?
_ Wir haben draußen fotografiert, weil ich das so gerne mag, es ist immer schön von der Stimmung her, man hört die Vögel, spürt den Wind. Es war schön. Wir kannten uns ja noch gar nicht und das finde ich schwierig. Die anderen Bilder mit anderen Frauen sind bis auf eine Serie mit guten Freundinnen von mir gemacht worden. Und auch bei der einen Serie hatte ich mit der Frau vorher einen ganzen und sehr intensiven Tag verbracht und erst dann fotografiert.

>> Kannst du sagen, welche der Bilder im Buch dir besonders gefallen, bzw. wo auch die Situation besonders schön war, in der sie entstanden sind.
_ Die Auswahl insgesamt mag ich nun sehr. Schön für mich fotografiert zu werden war es immer besonders an Orten, an denen wir noch nie waren. Auch hier in der Nähe, man muss nicht auf einer weiten Reise gewesen sein.

>> Man selber wird auch anders in anderen Umgebungen.
_ Genau.

>> Und wie ist dein Empfinden Thomas gegenüber?
_ Immer noch so wie bei unserem ersten Gespräch.

>> Das offene Ende bleibt uns erhalten?
_ Ja.

>> Es scheint ja bei vielen Paaren nach einigen Jahren eine schwierige Phase zu geben. Wie ist es bei dir mit der Lust auf Thomas. Du hast ja gesagt, du wärest ein sehr sexueller Mensch?
_ In schwierigen Phasen funktioniert das natürlich gar nicht. Dann ist so viel Emotion in mir oder ich mache mir über so viele Dinge Gedanken, dass ich mich nicht entspannen oder öffnen kann. Ich denke, wenn wir ein paar Tage ganz unbeschwert sind, dann kommt die Lust – aber das sind wir zur Zeit selten.

>> Zurück zum Bildermachen. Wie war es also mit der anderen Frau?
_ Thomas hat sich vollkommen rausgehalten, wir haben die Bilder komplett selbst inszeniert ... Ich freue mich auf noch mehr schöne Bilder mit ihr, ich finde sie vom Typ her sehr spannend, freue mich darauf, noch mal Fotos mit Bianca zu machen.
Meine Freundinnen haben auch immer Spaß gehabt, mit mir von Thomas fotografiert zu werden. Sie sagen alle, „ich möchte noch mal so schöne Fotos mit dir haben!“

>> Und du? Möchtest du weiter so viele Fotos von dir machen lassen oder eher selber fotografieren?
_ Ich denke schon, dass ich immer auch von mir Fotos haben möchte. Weil ich schon jetzt eine Entwicklung bei mir sehe, die ich weiter beobachten möchte. Das finde ich sehr interessant, diese Entwicklung während der letzten paar Jahre nun in den Bildern beobachten zu können – und genauso spannend fänd ich es zu wissen: wie ist das zum Beispiel in zehn Jahren. Aber im Gegensatz zu früher hat die Lust, fotografiert zu werden, etwas nachgelassen, d.h. ich möchte nicht mehr so oft vor der Kamera sein. Ich fotografiere sehr gerne selber. Aber ich möchte schon regelmäßig weiterhin fotografiert werden, in Abständen über die Jahre hinweg. Ich fände es auch spannend, wenn ich mal schwanger sein sollte, Aktfotos von mir machen zu lassen, oder auch wenn ich dann älter bin.



Interview with Thomas _

>> Have you experienced true love in your life?
_ You´re getting right to the point!!!??
... (Silence.)That‘s a difficult question.

>> Well, then let‘s talk about your current love right away: do you remember the first moment, what did you think, feel, when you saw her for the first time?
_ I vividly see the moment when we started photographing together. I picked her up from the airport. Then we were here. The weather was really bad. There were big puddles in the courtyard. It was in the afternoon and the light was already disappearing. Out of the blue I said that I would like to photograph her outside and put her into a big puddle. That was the first event, totally unprepared and quite hectic.
Although I had only talked to her twice beforehand and knew only few pictures of her.

>> How did it come about that she became to be your model?
_ There was an exhibition of mine in Cologne back then. I had asked the gallery owner if he could ask the young interested women who liked my exhibition if they would like to be photographed by me for a youth magazine. – When the exhibition was over he had written down three numbers. He especially recommended one of them because this woman seemed so nice. I called her, we talked for an hour and finally I asked her if she would like to come by, – “well, I think I‘m too old for this kind of thing”, she said. And then she told me that she was almost forty but that she has a daughter ... That was Sarah. Ten minutes later she called me. For half a year
I tried to make an appointment with both of them in vain. Because my first idea was to photograph mother and daughter together.

Again and again I talked to Sarah because of the appointments but then I gave up the idea “mother and daughter” for the time being. Well then, let the daughter simply come alone.
And so she came on that mentioned Friday afternoon – the first event as such was good. Brought us closer together. Then we went out to eat and took further pictures in the studio. We talked a lot and drank very much. On the next day it was awful, at eight in themorning assistants and make-up artists with several models stood in the flat. I didn‘t have any time for Sarah anymore. It was really weird, we no longer could talk about personal things.
Also the others weren‘t supposed to know that we had ended up in bed together. My assistant brought her to the airport. I didn‘t even have time to do that. And then we talked on the phone. Every day. For hours.

>> And the first moment … How did it change from photographing, into talking, into going to bed? How was the first time touching each other? You usually don‘t go to bed with your models, or that probably doesn‘t happen too often, does it?
_ The problem in the beginning was that my love story with Stefanie was just ending, a story that had never really started. We were in the middle of the production of “Days of Intimacy”, the book with Stefanie. I think just a week before I had seen Stefanie for the last time.
I‘m actually really shy and only react if somone approaches me. And Sarah approached me – emotionally I was still somewhere else. I wasn‘t with it.
I didn‘t want to sleep with her on that first night. It didn‘t happen right after we touched each other for the first time. But in the early morning hours, she cuddled up to me until it finally happend. We slept together. And only at the last moment before the doorbell rang and the photo team came did we finally get up. Then, yes then she left. And then we phoned permanently.

>> And do you remember how the being in love began? And the real love? Did the feeling develop by having sex?
_ Not with the first time, no. Being in love began on the phone, that was really nice. We always talked at night. Later I found out that she was always sitting in the hallway while we were speaking. Her dad, his girlfriend, who he was together with, her kids and Sarah lived in the appartment and they only had one single telephone in the hall.
Then some time later she said that she would like to come again. And so she came over for another week. That was right before the summer holidays. She was planning to go to Italy with her family.

Spontaniously, she said that I should also come, and I answered hesitantly: “How am I supposed to get there to your dad‘s and so?” That seemed strange for me,
also because of the age difference. But I actually drove there.
And then it was so nice how much it made her happy. On the trip I had lost my way and she picked me up from a bridge. And there she stood and was thrilled.
I think that was the moment it truelly started, love, my feelings and us being able to talk about it. That we‘re truly together, that was the moment over there on that bridge ...
Yes, and then we lived in Italy together in a tiny room, but also her father, stepmother and her three sons were living there, too. I wanted to stay for two, three days and then I stayed longer and longer. At the end it was ten days. And it was hard to leave, all I wanted was to be with her.
In Italy we decided that Sarah would do a practical with me. In our situation we both realized that it wasn‘t just about a practical. It was about getting involved with each other. We both wanted it and from then on we were pretty close.
A month later we started to renovate this studio here. That was a time in which Sarah and I did a lot together, it was as if you‘re building a house together. During this time Sarah started to build up my archives. She is the first woman who knows my complete picture archives – there was a immense mutual trust. She cataloguized everything and thereby saw all my pictures, also all my private photos. “You can know everything, this was all before your time.” But sometimes she thought all kinds of things when she saw the one or the other photo. Sometimes there were also problems because in the pictures my love stories are told. She archived pictures from a very long time, there are thousands of pictures – an unbelievable amount of work.
At the beginning of our time together the book about Stefanie came into being. And Sarah came along everywhere, to the printer‘s, to the designer. There we had a huge problem: everyone thought that Sarah was Stefanie, probably because both have blond hair. That continued for a few years so that I never wanted to show the book to anyone anymore. Every stranger said if Sarah was sitting next to them: “Oh, is that you?”
By the way only men asked her this, really only men but not one single woman. That was quite awkward for her and for me of course, too.

>> Can you tell us a concrete moment, a little story about your everyday life where a very intense feeling of love came over you?
_ We can work together very well. We have the same feelings when we look at something.
In the process Sarah is very tolerant. Maybe because she also has a photographic view on to things, she always supported me. I had started working with assistants at shootings with nudes only shortly before we had met. There I already noticed how helpful it is to have someone with you while photographing.
And then for the first time the working together worked out in a relationship, with Sarah. It wasn‘t only my girlfriends‘ fault, also I didn‘t want it. But now with Sarah I noticed how great it is to work as a team and how well we were accepted as a team. Not only did it not bother anyone that she was there too, or that she helped silently in the background, on the contrary it was pleasant for those being photographed and stimulating for the photos. Sure I‘m influenced by her point of view. She sees something and draws my attention to things I might have never noticed. It was great to have photo sessions together.

>> Tell us a bit more about working together. Afterwards did she also choose the photos with you?
_ Yes, always. We both did a preselection – we often coincided, working together was really very productive at every level. The pictures for this book we also chose together, and now we are also working very well together again. There are a few pictures I would have liked to have in the book but she didn‘t want at all. Perhaps it‘s because of her age, she says her glance or this or that isn‘t right, tiny things which don‘t appeal to her, which I don‘t see. She says if that one single picture would be part of the book, all she would do is think about that exactly picture she never wanted. But usually we have the same opinion about the pictures. Perhaps in the future she might not want to be in front of the camera so often but take photos herself.
But momentarily it is quite difficult with our love. And it‘s not working out that we photograph together. She wants to and talks about it but then we don‘t do it. There‘s a difference between wanting and actually doing. The atmosphere is gone. I have the feeling it‘s almost like it was with Stefanie. We saw each other for the last time when we gave the interview for the book.
Then I didn‘t see Stefanie for three years...
>> But it‘s totally different now then it was with Stefanie, Stefanie never wanted a relationship, you had a short intense time together, which served the photographing. And now there exists a wonderful book about this short time. But with Sarah you‘ve been living together for over three years, you have loved each other for a long time. That‘s a different story, a different book. Or do you want to express the danger that because of the documentation of the love in a book this love story can be ended? Shouldn‘t you then wait with the book?
_ At the moment it‘s very close to ending.
The whole time I was so happy because I noticed that she really feels comfortable here and that we have the same taste, also in everyday things. It‘s difficult to live together. You can‘t live together with everyone. We were so close, I was really so happy that we did everything together. I can‘t explain why I needed my own space with my other lovers and in this love to Sarah I didn‘t. But with Sarah I never had the feeling that I wanted to be alone in certain situations.

>> Sarah seems to be very present, without being dominant, she observes closely, you never got the feeling when you were together somewhere that she held something back or that all you are is a couple and that you exclude everyone else, like it is with some couples which work together, no, together you were open for others and not closed up in each other, wonderful.
_ Yes, I was also really very happy, everything worked out so well, something like that had never happened to me before. The first two years we didn‘t argue once. She , she had fun doing everything, I had the feeling that we were completely on the same side, that we were building something up. I did have problems with the age difference right from the beginning, I felt uncomfortable about it because I didn‘t pick her because she is so young but because it just happened.

>> Maybe the age difference can be detected with her because she wants to go to discos, talk to her friends forever...?
_ At the beginning the age difference made especially me scared because I thought that just can‘t work.
Back then I went to Italy I met her father for the first time which was really weird: to meet a father who is
almost my generation, well he is quite a bit older than me and also lives together with a younger woman. He told me, and this really helped me realize, that I shouldn‘t worry about it because a relationship between two people of the same age doesn‘t necessarily have to work out and not working out is the worst that can happen. Many relationships, no matter what age constellation they have, only last five years also.

>> I‘m asking you again: tell us about a concrete moment from this happy time together. It can be something really banal, normal, a second in which you clearly felt your love, where you were practically overflowed by it?
_ I woke up in the morning and she smiled at me. She always was so positive. A wonderful balance for me because always when I was pessimistic she could build me up again. This prevailing mood, that I felt comfortable doing everything around her.

>> And how was the sex? Did it change over time?
_ Of course, that always changes. But unfortunately for a year now it‘s been total chaos. She sees it differently, for me there isn‘t any sex anymore. She went to Colonge more often, was interested in her friends in Cologne more and more. That‘s how the problems started, I felt neglected. At the beginning it was like every young love, we slept together every day. It became to be a bit less which is normal. But in the happy years we were also very happy during sex. But then it got less and less, then the mood between us was not good and then you don‘t really feel like sleeping with each other. And now there isn‘t any sex at all anymore. But I don‘t want a relationship without any sex.

>> Sometimes the couple transfers the relationship onto a different level …
_ But I don´t want that.
Should I wait two years until we finally do something together again? I think that‘s not how it works because some day the feelings are gone. A few months ago we split up and now we are trying it once again.

>> How was the farewell, what was the feeling like when you had decided to split up for a while?
_ It was a spontanious decision after we had totally fought once again. Cologne, Cologne, all I heard was Cologne. She used to go to Cologne every two months for a few days. But then it increased, first it was six days, then eight and in the end it was ten days every few weeks. And she was always in Cologne when I had a job. And she never postponed Cologne anymore for a photoshoot we could work together on.

>> Do you have the feeling, you‘re still in love with her?
_ Presently, she always comes at night and wants to cuddle but she doesn‘t want sex. She likes to be close to me, wants me to come to bed when she goes to bed. Only when we fight a lot, we sleep seperately. And then I think it doesn‘t make sense anymore. The way it is now I don‘t want it. Then when i get up early and she comes up to me and hugs me, then I feel it‘s not over yet. I do still love her. But I don‘t know how we can manage to get out of this situation.

>> For your last book „Nude Photographs“ which was done in your difficult time, did you still do your selecting together?
_ Yes. And there is a basic tendancy which is perfect, yes, this still exists.

>> For this book I would want you to do photographs together!
_ That never works out lately. Not even during our holidays. We were on a beautiful island, almost like paradise, it was warm and there were wonderful colors. There we said we don‘t have to take photos everyday, but every second day. That was her suggestion, but it wasn‘t possible. Maybe we took some pictures every seventh day. But then only in a very bad mood.


A few months later...

>> Now it has actually come to further pictures, how was your work together and the photo taking?
_ It wasn‘t a set photo appointment with Sarah. I had made an appointment with Bianca, the second girl in the pictures and Sarah also wanted to take photos of her. When Bianca arrived she said she would like to take photos with both of them. Sarah and her.
So our photo appointment happened by coincidence. It helped our present situation of being stuck that the girl had asked and not me. So it was Sarah who expressed to have her photos taken...
This was risky of course because they didn‘t know each other at all. Sarah had only seen the photos I had taken of her before. And then she accepted spontaniously. When we met, first Sarah took pictures of her, then I did. I liked it very much to see that Sarah was having fun, and that she wanted to take photos of Bianca.
Subliminally there was even a compitition going on between us, between Sarah and me. Sarah took the photos first.

>> So meanwhile you have moments where you feel that you are professionals competing?
_ That was a new situation. So far Sarah had mostly taken portraits.

>> Is there a noticable difference in the pictures, is her view different than yours? Your view is known to be very “feminine”? Maybe Sarah‘s view is more “masculine” than yours?
_ No, it is not as easy as that to describe the difference, Sarah has learned very much through me the past few years, but I believe the difference is: her view is more “modern”. She sees what‘s presently in style. But I think only she herself can explain this.

>> How was it between you while taking photos?
_ It was relaxed, the day was very nice, Sarah never goes to a shooting free of thoughts, she always has something on her mind which she wants to translate into action, has an idea of what the pictures should look like. She doesn‘t let things flow. I sometimes regret a this bit. This time she didn‘t know anything about the other woman. There were reservations, situations where one of them didn‘t know how far she can go with the other. Being in front of the camera together for the first time, it‘s too short to really try this out ...
In most of the pictures in the book which show Sarah with other women, these women are her very dear and close girlfriends. One of them she has known since childhood.

>> So her best friends are shown in this book, which have kind of been competing with you a bit in her day to day life, because she has been going to Cologne so
often because of them.
_ Yes, it was always very interesting to take photos with her girlfriends. Also at the last photo shooting a few days ago, with that unknown woman, Sarah had fun to have her photos taken.

>> How is it working out between you and her now?
_ The last time she was in Cologne I ment to tell her to stay there. I don‘t want her to return because I don‘t want our present non-committal relationship anymore. Either she sticks to her conviction or not. She said that she wants to return for sure, wants to talk to me, she realizes that it can‘t stay so unclear.

>> Are you still a bit in love with her? Or is it just about the question of continuing your relationship?
_ Yes, I‘m still in love.
But I don‘t know if it‘s possible to get these feelings back. If you can‘t even kiss each other properly anymore, can no longer neck properly, is there a way of finding back to this?





_ Interview with Sarah _

>> In your life have you ever experienced something you would call the love of your life?
_ Yes. The feeling that you belong together, to be able to completly open up to the other person ...

>> Do you remember your first real love?
_ Yes.

>> Was it fulfilled or rather unfulfilled?
_ At the beginning it was very fulfilled – an absolutly great feeling, later it was more unfulfilled. Of course I‘ve had a crush on someone and it didn‘t work out but that‘s more an agonizing feeling and not love.

>> Do you also remember your first good sex?
_ Yes, that was also with the first love of my life.

>> And did the feelings of love develop by having sex or don‘t they have anything to do with each other?
_ Yes, they had something to do with each other. Having sex makes me develop feelings for someone. And this first real love developed because of the sex.

>> Have you had several loves which you would describe as being the “real” thing?
_ I´ve had two, my first one and the one with Thomas.

>> So, at the moment you are together with one of your true loves?
_ Yes, exactly.

>> Do you recall the first time you saw him? And the first moment you had the feeling something special is happening?
_ With Thomas?

>> Yes, but if you want you can also talk about the first one.
_ It develops out of sexual feelings, so first comes sex, what follows is the tingling sensation in my stomach and continuously having to think about this person. All this happens right after one another. And pretty fast. When I have the feeling it all fits together then, I think, I really fall in love pretty quickly.
>> And how was the first meeting between you and Thomas out of which your story prospered?
_ I saw an exhibition of his in Cologne. The gallery owner had said that Thomas needed models. Right away I thought I‘d like to do that because I liked the photos. That‘s an experience, I‘ll try that out. And so some time later I went to Munich. At first I was here for only a weekend, actually only for one day and then it somehow clicked quite quickly. I went back home and then we noticed that we constantly had to think about each other and that I must come back.

>> Because you said that your feelings develop because of having sex – was taking photos all that happened on this first day? How did it work out?
_ Well, more did happen.

>> So, right at the very beginning … To photogaph nudes is perhaps always emotionally charged , but it still doesn‘t usually include sex ...
_ No, of course not.

>> How did the whole thing develop?
_ When I see someone and he appeals to me – and that I know pretty fast – then I glow and beam all over.
At the beginning there was a strong attraction between us and the insecurity about the other person‘s feelings but I never worry about that too much, whatever will be, will be.
I don‘t remember what I was thinking, but what I do remember are my feelings. I was very shy, like I always am when I meet someone. But because Thomas is such a calm person it was easy for me to open up to him quickly. We started to take photos right away. And he wasn‘t pushy, I actually think that the beginning of that which followed was initiated by me. I also notice reactions towards me. You can sense the reflection of what you are actually radiating .
After this first day we talked on the phone a lot, had intense conversations, and then I drove back to him again. Afterwards we started combining taking photos and private affairs.

>> Was it mutual right from the beginning?
_ That was obvious that it came from both sides. But it was a bit difficult because I was still in a relationship.

>> Was it ended because of Thomas?
_ It was already over but I never managed to break up completely. Thomas was the trigger that I did it.

>> So you both confronted each other at the same time. What was the first contact?
_ A photo of that even exists, it is the first photo in the book. Somehow I was lying on the floor and he was taking a photo of me from above and then somehow his feet touched my waist, then my hands his feet and then one thing led to another. We touched each other for the first time while photographing.
I was a bit unsure if I really want it, but then I turn off my mind and don‘t constantly ask myself: do I really want this. When I have that certain feeling, when I sense that the other excites me so much and if there‘s an intense atmosphere, then I just let go and don‘t think about anything anymore.
Then came the first night. I am a very sexual person. I think I took the initiative concerning sex.
Then on the next day it was quite busy around here. Thomas wanted me to stay another day but that I didn‘t want, I wanted to go back.

>> What did you think the following days?
_ When I was together with someone new I afterwards always wanted to be alone first and pass it in revue, enjoy it again in retrospect.
Then after a few days we talked to each other, and then soon we phoned every day and then came the moment when I thought that I would like to go back there again. And then I went back to him again.

>> And then?
_ I was in a situation where I had to decide how it should continue jobwise, wanted to do a photo and Thomas said, well then why don‘t you just come to me and we‘ll work together and we‘ll see how it works out. I also thought that if you are in two seperate cities, love will be difficult if you live so far apart. That was really the decision: we are going to get involved with each other and now I‘ll go to Munich. Away from Cologne. To Thomas. I wanted to try that.

>> So you moved in together?
_ Yes, I always wanted to do something with photography and so we connected it. And had a love affair and working relationship at the same time, right from the beginning.

>> That‘s a lot. Do you stimulate each other or do you develop in two different directions?
_ We stimulated each other. Yes, we both learn a lot and
copy from one another and support each other. What‘s so special about us is that we could work well together, complement one another and therefore actually do a lot together ...

>> So, his pictures of women are created with your
critical eye?
_ Yes, partly.

>> Can you describe one second in which you can sense your feeling of love?
_ That I have at first while I‘m having sex. The moment I‘m together with someone.
It can happen that the feeling is so intense, that you can feel it in that exact moment, now it has happened, now I have fallen in love.

>> So, did these kind of feelings evolve during your first time with Thomas?
_ Yes.

>> What do you especially like about him?
_ He is very sensitive, gives his time and attention to me.

>> How long have you been together?
_ Over three years now.

>> Is the intensity of your feelings still the same?
_ Yes and no. Now and again there are difficult times and times which are nice. I think that‘s totally normal if you do everyday things together and are so close like we are.

>> Please tell us about another concrete moment where you felt your love.
_ There are so many nice moments. What I remember best: After we had met I was in Italy for a while. He came to visit me there. Here we spent a lot of time together. That was nice. Relaxed, vacation, good weather, close together, that inspired. I was there with my family, when he then later arrived, that was such a moment.

>> Do you sleep in one bed, are you always that close?
_ Yes, we always sleep in one bed, except when we have had an argument. Generally I do find it important that if you‘re together that one doesn‘t become estranged.

>> That means, when you wake up in the morning and if he‘s not there you would miss him.
_ There are phases which are like that and others which are not. At the beginning we wanted to be together all the time, we spent every waking hour with each other. Then I always missed him when I was gone only for a few days. Then there were times in which I wanted to be alone. Normally I am actually a person who has to be alone from time to time, who needs freedom. At the moment I am torn between Thomas, the life with him here and my home, Cologne. When I‘m in Cologne I enjoy being alone, to have my freedom.

>> You do a lot together, are always on the go but when you are here then you live in a tiny little town. Is that a problem for you?
_ Yes. Actually that is a big problem for me... that‘s why I‘m in Cologne a lot at the moment, I try to compensate in such a way that, when I‘m back here again, I can actually do it, be here in the country.

>> Are you glad when you come back from Cologne, to see Thomas again?
_ Yes.

>> When you do something alone, do you look forward to telling him about it, or are they seperate worlds?
_ They‘re more seperate worlds. It‘s something which is only for me, that‘s sad but actually it was like that right from the beginning, it was never possible to bring everything into contact with each other.

>> Does that have something to do with your age difference?
_ Of course, that is different, I notice that because now I have the desire to go to Cologne more than in the beginning and to do a lot with my friends there. Thomas has done everything we‘re doing now.

>> Back to love. Do you remember an occasion where you had a special sexual experience or especially good sex, a great orgasm?
_ There are people with whom you harmonize exceptionally well, you complement one another.

>> And it‘s like that with Thomas?
_ Yes!

>> In the meantime do you recall a nice story, a special moment at work, during your everyday life ...
_ To tell a current story is difficult because we have been arguing a lot lately.

>> And what starts these arguments?
_ The problem is that lately I have been so torn between here and Cologne. Here I sometimes have the feeling I can‘t really be here then I get unreasonably restless and am convinced that I have to go to Cologne immediatly to meet my friends, to experience something.

>> But love still exists? Or can you picture yourself totally giving up the one world, the Thomasworld?
_ Yes and No. Not long ago we split up for a while, in this phase I was in Cologne for some time, about six weeks, afterwards we said we would give it another try.

>> Has there been a happy moment with him lately?
_ Strangely enough that moment was when I left. Suddenly there was such a bond between us and when I left. We both thought how hard it will be. And I really felt how hard it is. There I felt my love, we were affectionate to each other. Phoned afterwards and stayed in contact. The connection was there, it didn‘t dissolve. And the love was esspecially strong in the moment of my departure.

>> This closeness and attraction which you felt when you had sex at the beginning and from which your feelings developed, do they still exist? When you have sex what kind of feelings do you have? Is the intensity still there?
_ Our feeling are mixed at the moment because we both don‘t know how it‘s going to continue and therefore we‘re both a bit blocked. We used to never think about the future. We lived together and just enjoyed it.

>> And what is the difference between being in love and love?
_ Being in love is that feeling at the beginning. I think for a long time you just feel the being in love, sense how attractive you find the other person, how much you like him. The feeling of love develops out of it, I don‘t think there‘s a certain moment when it switches from being in love to love. I think it‘s a process which develops up to the point where you know exactly that you belong together, that‘s love. And that‘s what I feel for Thomas.

>> Do you have the feeling that you would suffer if Thomas wasn‘t feeling good?
_ Yes. But I think that‘s a feeling which is not connected to love. For this reason I often felt even worse because I knew that he was suffering so much because I was so upset and always wanted to go to Cologne.

>> Back to things you have in common. How is it exactly when you two work together, what do you do, how does it work out between you two in detail?
_ I look after the women, he has never had that before because he‘s never had someone so close to him at work.
I have a great affinity for the women he takes photographs of. I also arrange the picture with him together. When I notice fine details I point them out to him.

>> And when you then select pictures, are your choices different or do you like the same pictures?
_ Usually we like the same pictures.

>> You develop a common view about things, can one
say that?
_ Yes. Of course there sometimes exists a picture which I find especially expressive but Thomas will find little things which bother him, for example he notices that the hand is not perfect – then I try to convince him that in its expression it is such a beautiful picture that we add it to our selection despite the not perfect hand. It‘s very seldom that we totally differ, we do have a common view. Naturally there are more disagreements about pictures which Thomas took of me, he likes more pictures than I do. For the book I made a rough choice, which I find OK, among those there are a few which I like especially, others which Thomas likes very much and to which I then say, OK then let‘s take them for that reason. A few pictures which Thomas liked I didn‘t want at all. We agreed on most of them.

>> Which pictures of yourself don‘t you like? Why? Or which ones do you like especially?
_ Sometimes I can‘t really say exactly why I don‘t like a certain picture of myself when Thomas asks me. Well, I feel so strange there, somehow that‘s not me, usually I can‘t say more than that.

>> So, that means if there are arguements between you and Thomas about pictures, they are pictures of you?
_ Yes, because we usually agree on the other pictures. I am more critical of pictures of myself, also in view of the fact that in the book everyone can see you. If there are only one or two pictures of each woman in the book, then it‘s a different story, then I‘m not so important because there are so many different situations and women in the book, however in this book where there are only pictures of myself, I‘m more critical.
I also try to give my time and attention to the pictures of the other women and I show consideration for the pictures the women like and which ones they don‘t. I think it‘s important that the woman feels comfortable about having her pictures published and that she doesn‘t think, oh god, how do I

>> Are you always sure if you like a picture or not?
_ Yes, that I usually know right away, regardless if they‘re of myself or of others. Sometimes I change my mind, not completely, not that I didn‘t like one picture before and now I think it´s great but a picture which before I thought was OK, can turn out to be really good. This can also happen with pictures of me. So also the view about myself changes after a while.
Actually we wanted to take new pictures for our book.


A few months later …

>> And now you really took photos again, together with a woman you didn‘t know, how was that for you?
_ We shot outside because I like that so much, there‘s always a nice atmosphere, you can hear the birds, feel the wind. It was nice. We didn‘t even know each other yet and that I find difficult. The other pictures, except one series with very close friends, were all of me. And also for the one series I spent a whole and very intense day with the woman before we started photographing.

>> Can you say which pictures in the book you like especially, or better said where was the situation in which they were created exceptioncally nice?
_ I like the collection altogether. It was always especially nice for me to be photographed at locations we had never been before. Also here right around the corner, you don‘t need to have been on far trips.

>> You yourself change in other locations.
_ Exactly.

>> And how are your feelings towards Thomas now?
_ It‘s the same as before.

>> The open end remains?
_ Yes.

>> With many couples it seems there comes a difficult time after a few years. What about your desire for Thomas? You had said that you are a very sexual person?
_ That doesn‘t work at all in difficult times. Then there are so many emotions inside of me or I think about so many things that I can‘t relax or open up. I think if we were carefree for a few days then the desire would come – but we haven‘t been careless lately at all.

>> Back to photograhy. What was it like with the other woman?
_ Thomas totally kept out of it, we directed the pictures completely on our own... I‘m looking forward to even more nice pictures with her. I find her type very interesting. I can‘t wait to take more pictures with Bianca. My friends also always had fun being photographed by Thomas with me. They all say
“I want to take such nice photos with you again”.

>> What about you? Do you want to continue being photographed so often or do you want take photos yourself?
_ I think I‘ll always want photos of myself. Because I can already detect a development which I want to observe. I find it very interesting to now see this development of the last couple of years in the pictures – and I would find it just as exciting to know how it is ten years from now for example. But compared to a few years ago my desire to be photographed has weakend, that means I don‘t want to be infront of the camera so often anymore. I like to take photos myself. But I do want to be photographed regularly, at regular intervals over the years. I think I would also find it exciting to have nudes taken of me if I‘m ever pregnant or when I´m older.